03.11. | Hybrid-Fachtag über Verschwörungsideologien, Antisemitismus und Handlungsperspektiven in Plauen, Vogtland | Plauen und Online

09:15 – 14:30 Uhr | Malzhaus (Galleriessaal) Plauen / Ort bei Anmeldung

Autor_innen: Amadeu Antonio Stiftung und Bündnis für Demokratie, Toleranz und Zivilcourage

Sehr geehrte Kolleg:innen im Vogtlandlandkreis,

wir laden Sie herzlich zu einem Hybrid-Fachtag zum Thema Verschwörungsideologien, Antisemitismus und Handlungsperspektiven am 3. November 2021 nach Plauen ins Malzhaus (Galleriessaal) zu kommen.

Verschwörungsideologien und Antisemitismus stellen eine Herausforderung für die pädagogische Praxis dar. Lehrer:innen fragen sich, wie sie richtig auf Äußerungen von Schüler:innen oder Kolleg:innen reagieren sollen. Jugenarbeiter:innen sind sich unsicher, wie sie sich zu Kindern oder Jugendlichen verhalten sollen, welche Verschwörungserzählungen verbreiten, die beispielsweise aus dem Elternhaus stammen. Und auch in privaten Situationen begegnen uns immer öfter Menschen, die an eine „Plandemie“ glauben oder die den menschengemachten Klimawandel für einen Schwindel halten. Nicht zuletzt hat der tragische Fall von Idar-Oberstein in Rheinland-Pfalz, in welchem ein 49-Jähriger Mann einen Kassierer einer Tankstelle erschossen hat, weil dieser dem Mann wegen fehlenden Mund- und Nasenschutz kein Bier verkaufen wollte, erneut die gewalttätigen und menschenverachtenden Folgen von Verschwörungsglauben gezeigt.

Das Projekt debunk. Verschwörungstheoretischem Antisemitismus entgegentreten der Amadeu Antonio Stiftung in Sachsen arbeitet gezielt und praxisnah in drei sächsischen Regionen mit lokalen Partner:innen zu den Themen. Ziel ist es, Menschen zu sensibilisieren und zu motivieren, so dass diese vor Ort aktiv werden können und beispielsweise souverän im Alltag mit Verschwörungsideologien und Antisemitismus umgehen können.

Gemeinsam mit dem Bündnis für Demokratie, Toleranz und Zivilcourage im Vogtland laden wir Sie als Lehrer:in, Pädagog:in, Ehrenamtliche, Mitarbeiter:in der Verwaltung oder als Bewohner:in des Vogtlandes am 3.11. ein, zu unserem Fachtag zu kommen, das Projekt debunk näher kennen zu lernen und einen ersten wichtigen Einblick in das Thema zu erhalten. Der Fachtag versteht sich zugleich als Auftakt für die Aktivitäten im Vogtland, welche noch bis 2024 geplant sind.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Ulrike Liebscher und Benjamin Winkler

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Programm

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9:15 – 9:30
Ankommen (Kennenlernen Hybrid-Konzept; Gespräche an Stehtischen)

9:30 – 9:45
Grußworte und Organisatorisches

9:45 – 10:30
Eröffnungsgespräch:

„Antisemitische Verschwörungsideologien als Herausforderung für Demokratie und Gesellschaft“

Mit: Katharina Nocun (Autorin, Journalistin), Ulrike Liebscher (Bündnis für Demokratie, Toleranz und Zivilcourage Vogtland und Malte Reinke-Dieker (Amadeu Antonio Stiftung)

10:30 – 10:40
Pause

10:40 – 12:15 Uhr
Drei parallele Fachrunden*:

A)Verschwörungsideologien als Herausforderung für Kommunen sowie als Ideologieelement lokaler Akteur.innen im Vogtland

Mit: Diana Zierold (Stadträtin der Stadt Plauen), Kulturbüro Sachsen e.V. (Mobile Beratungsteams MBT West für den Vogtlandkreis) und Malte Reinke Dieker (Amadeu Antonio Stiftung)

B)Verschwörungsideologien als Herausforderung in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit

Mit: Elisabeth Fast (Amadeu Antonio Stiftung) und Marie Künne (Amadeu Antonio Stiftung)

C) Verschwörungsideologien als Herausforderung in der psychsozialen Beratung

Mit: Tobias Meilicke (Veritas, Beratungsstelle für Opfer und Betroffene von Verschwörungserzählungen des Cultures Interactive e.V.), Aussteigerprogramm Sachsen und Benjamin Winkler (Amadeu Antonio Stiftung)

12:15 – 13:00
Pause

13:00 – 13:45
Impuls-Vortrag:

„Antisemitismus – Zur Verbreitung, den heutigen Formen sowie zur strukturellen Verbindung mit Verschwörungsideologien“

Von: Arnon Hampe (Diplom-Politologe, Amadeu Antonio Stiftung)

13:45 – 14:30
Abschlussdiskussion:

Gemeinsamer Austausch mit den Referent:innen der drei Fachrunden und mit Arnon Hampe. Diskussion zu offenen Fragen sowie zu Perspektiven im Umgang mit Verschwörungsideologien im Vogtland.

Moderation: Malte Reinke Dieker (Amadeu Antonio Stiftung)

14:30
Ende der Veranstaltung

*Fachrunden: Parallele Durchführung. Als Teilnehmende entscheiden Sie sich für eine Fachrunde. Nicht alle Fachrunden werden als Hybrid-Konzept angeboten.

Hinweis zum Hybrid-Konzept:

Aufgrund der nach wie vor schwierigen Corona-Situation in Sachsen/ im Vogtland wollen wir die Veranstaltung auch den Teilnehmenden ermöglichen, für die eine Teilnahme in Präsenz derzeit nicht in Betracht kommt. Das Eröffnungsgespräch, mindestens eine Fachrunde, der Vortrag von Arnon Hampe und die Abschlussdiskussion werden so angeboten, dass diese im Internet verfolgbar sind. Je nach technischen Möglichkeiten streben wir auch eine aktive Teilnahme der Online-Teilnehmer:innen an.

Wie kann ich teilnehmen?

Melden Sie sich bitte zwischen 30.9. und 31.10.2021 unter sachsen@amadeu-antonio-stiftung.de an. Geben Sie dort bitte unbedingt Ihren Namen, Ihre Organisation an und teilen Sie uns mit, ob Sie vor Ort in Präsenz teilnehmen wollen oder ob Sie online teilnehmen wollen. Wenn Sie bereits eine Präferenz für eine Fachrunde haben, teilen Sie uns diese ebenso mit. Für Rückfragen erreichen Sie uns jederzeit unter der angegeben Email-Adresse. Das Programm und diese Informationen finden Sie auch im Internet unter www.amadeu-antonio-stiftung.de.

Hinweis zur Ausschlussklausel:

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Weitere Informationen hier

Amadeu Antonio Stiftung

Die Amadeu Antonio Stiftung reagiert auf eine rechtsextreme Alltagskultur, die sich vor allem in den neuen Bundesländern verankert hat. Das Ziel der Stiftung ist es, eine zivile Gesellschaft zu stärken, die dem Problem entschieden entgegentritt. Dafür unterstützt sie Initiativen und Projekte, die kontinuierlich gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus vorgehen, sich für eine demokratische Kultur engagieren und für den Schutz von Minderheiten eintreten. Die wichtigste Aufgabe der Amadeu Antonio Stiftung: Lokale Akteurinnen und Akteure über eine finanzielle Unterstützung hinaus zu ermutigen, ihre Eigeninitiative vor Ort zu stärken.