03.12.20 | Auschwitz als Staatsreligion? Antisemitismus in der Neuen Rechten | Online

19:00 – 20:30 Uhr | Ort bei Anmeldung und im Live-Stream (youtube)

Autor_innen: Amadeu Antonio Stiftung und Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (Facebook)

IDZ-Webtalk mit Dr. Volker Weiß und Professor Oliver Decker

Die Neue Rechte gibt sich gerne bildungsbürgerlich, ihre Autoren verstehen sich als Elite mit der Mission zur Rettung der deutschen Kultur. Entgegen den Versuchen, sich öffentlich als geläuterte Rechte zu präsentieren, ist auch die Neue Rechte antisemitisch. Vergangenheitspolitische Debatten, das Buch »Finis Germania« und auch Positionierungen im Nahostkonflikt geben davon beredt Auskunft. Letztlich bewegen sie sich auch bei diesem Thema in den ausgetretenen Pfaden der alten Rechten.

Im IDZ-Webtalk erläutert der Rechtsextremismus-Experte Dr. Volker Weiß, wie sich die geschichtspolitischen Positionen der Neuen Rechten in Deutschland mit Antisemitismus verquicken. Die Befunde werden von Prof. Oliver Decker aus Sicht der empirischen Einstellungsforschung diskutiert.

Volker Weiß ist promovierter Historiker, Sachbuchautor, Journalist und führender Experte für die „Neue Rechte“ in Deutschland. Er schreibt unter anderem für DIE ZEIT und ZEIT Geschichte, Jungle World, Frankfurter Rundschau, Taz und Spiegel.

Oliver Decker ist Professor für Sozialpsychologie an der Universität Leipzig. Er ist Gründungsdirektor des Else-Frenkel-Brunswick-Instituts für Demokratieforschung sowie des Kompetenzzentrums für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung der Universität Leipzig und Projektleiter am Teilinstitut Leipzig im Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt.

Anmeldung hier: https://www.eventbrite.de/…/auschwitz-als…

Weitere Informationen hier (Facebook)

Amadeu Antonio Stiftung

Die Amadeu Antonio Stiftung reagiert auf eine rechtsextreme Alltagskultur, die sich vor allem in den neuen Bundesländern verankert hat. Das Ziel der Stiftung ist es, eine zivile Gesellschaft zu stärken, die dem Problem entschieden entgegentritt. Dafür unterstützt sie Initiativen und Projekte, die kontinuierlich gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus vorgehen, sich für eine demokratische Kultur engagieren und für den Schutz von Minderheiten eintreten. Die wichtigste Aufgabe der Amadeu Antonio Stiftung: Lokale Akteurinnen und Akteure über eine finanzielle Unterstützung hinaus zu ermutigen, ihre Eigeninitiative vor Ort zu stärken.