04.02.21 | Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten | Online

19:15 Uhr | Ort bei Anmeldung

Autor_innen: Deutsch-Amerikanisches Institut Tübingen DAI (Facebook)

Alice Hasters ist eine Schwarze Frau mit einem weißen Elternteil. In Ihrem Alltag sieht sie sich oft mit unangenehmen Fragen konfrontiert: »Aber wo kommst du wirklich her?«, »Kannst du überhaupt Sonnenbrand bekommen?«. Jede Frage, die auf ihre „wirkliche“ Herkunft zielt, lässt sie die Ausgrenzung spüren. Anhand persönlicher Erfahrungen spiegelt Hasters die vielfältigen Lebenssituationen, in denen Black and Indigenous People of Color (BIPOC) Diskriminierung täglich erleben. Ihr Buch ist eine Aufforderung an weiße Menschen, sich ihrer unreflektierten Gedanken, Äußerungen und Verhaltensweisen gegenüber BIPOC bewusst zu werden – denn selbst freundlich gemeinte Kommentare offenbaren tiefsitzenden Rassismus. Wenn weiße Menschen verstehen lernen, was jene Sätze beim Gegenüber auslösen, haben wir endlich eine Grundlage über Rassismus zu sprechen. Erst dann begreifen wir, dass es nicht um Sprachregelungen oder Verbote geht, sondern um respektvollen Umgang in einer vielfältigen Gesellschaft. Rassismus ist nicht nur der Skinhead mit Springerstiefeln, er lauert verborgen in jedem Menschen – es wird Zeit, dass wir darüber sprechen.

Alice Hasters wurde 1989 in Köln geboren. Sie studierte Journalismus in München, arbeitete für die Tagesschau in Hamburg, lebt aktuell in Berlin und produziert u.a. Beiträge für Deutschlandfunk Nova, süddeutsche.de, tagesspiegel.de und den rbb.

Die Veranstaltung bietet den Auftakt zum Black History Month 2021 und eröffnet unsere neue Ausstellung „Am I What You’re Looking For“ von Endia Beal, die sich mit den Erfahrungen Schwarzer Frauen auf dem Arbeitsmarkt auseinandersetzt.

Weitere Informationen hier (Facebook)

Redaktion TolSax

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