09.09. | Kundgebung „Jugendarbeit sichern – Zukunft gestalten“ | Dresden

16:00 | Seestraße / Dr.-Külz-Ring, 01067 Dresden

Autor_innen: Kampagne „Jugendarbeit sichern – Zukunft gestalten“ (facebook)

+++ Am Mittwoch, den 09.09.2020 kommt das Bündnis „Jugendarbeit sichern – Zukunft gestalten“ in die Innenstadt +++ Die Stadt Dresden darf gerade jetzt nicht in der Jugendarbeit kürzen +++ Wir fordern eine stabile und finanziell abgesicherte Jugendarbeitslandschaft in Dresden +++

Am 10.09.2020 tagt wieder der Jugendhilfeausschuss ab 18 Uhr im Rathaus. Dort wird erneut über den kommenden Doppelhaushalt und die daraus folgenden Kürzungen in der Jugendarbeit diskutiert. Das Bündnis „Jugendarbeit sichern – Zukunft gestalten“ will auf die angekündigten Kürzungen von 5,5 Mio Euro – was in Zahlen 40 wegfallende Vollzeiststellen bedeutet – hinweisen und diese abwenden. Dafür ruft das Bündnis zu einer Kundgebung am Tag zuvor, am 09.09.2020 ab 16 Uhr in der Innenstadt auf! Es werden verschiedenen Einrichtungen, Trägern und Projekten der Kinder- und Jugendarbeit vor Ort sein um das Thema der Kürzungen medial zu platzieren und in die Öffentlichkeit zu bringen. Denn es kann nicht sein, dass Dresden als erste Stadt in der „Corona-Krise“ ankündigt in der Jugendarbeit zu kürzen. ….

Hintergrund der Aktion ist, dass Lokalpolitiker in mehreren Presseberichten Kürzungen in der Jugendarbeit für den nächsten Haushalt angekündigt haben. Deshalb gab es eine Sondersitzung des Jugendhilfeausschusses für die Haushaltsplanung 2021/22 am 06.08.2020. Dort stellte die Verwaltung des Jugendamtes die Zahlen für die Jugendarbeit für die kommenden beiden Förderjahre vor. Es fehlen circa 5,5 Mio Euro – was zur Schließung einiger Jugendtreffs, Fachstellen, Projekte und Räume führen wird. Das von Aktiven in der Jugendhilfe gegründete Bündnis „Jugendarbeit sichern – Zukunft gestalten“ will auf die drohenden Kürzungen aufmerksam machen und sich für eine Sicherung der Jugendarbeit einsetzen.

Jascha Grünewald, Pressesprecherin des Bündnisses, erklärt hierzu: „Die Jugendarbeit muss mindestens auf dem aktuellen Niveau gesichert werden, um die Folgen von Corona nicht auf junge Menschen abzuwälzen. Gerade in diesen schwierigen Zeiten brauchen Kinder und Jugendliche kompetente Ansprechpartner*innen und selbstbestimmte Räume. Es ist sozial und finanziell kurzsichtig, in der Krise Hilfsangebote zu kürzen. Wer an dieser Stelle heute spart, zahlt morgen drauf.“

Familien und Kinder waren die Hauptleidtragenden des Lockdowns und Studien belegen enorme psychische Belastungen gerade bei jungen Menschen. Insbesondere für einkommensschwache Familien sind die Angebote der Jugendhilfe eine wichtige Unterstützung, die aus Sicht des Bündnisses auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit ist. Im Dresdner Stadtrat wurde im Juni ein Beschluss gefasst, das kommunale Sommerferienprogramm mit 100.000 € zu fördern, um „Corona-Folgen zu mildern“.
Dazu Jascha Grünewald weiter: „Es ist zynisch zuerst einen solchen Beschluss zu fassen und im nächsten Atemzug die etablierte Jugendhilfelandschaft zusammenzustreichen. Es kann nicht sein, dass in der Krise Kneipen und Gastronomie mit Milliardenbeträgen gerettet und junge Menschen im Regen stehen gelassen werden. Gerade im sozialen Bereich darf jetzt auf keinen Fall gekürzt werden. Da der Haushalt der Jugendarbeit 2019/20 bereits auf dem Niveau des vorherigen Doppelhaushalts eingefroren wurde, stellen weitere 12% Kürzung einen fatalen Einschnitt dar.“

Für Rückfragen steht Ihnen Jascha Grünewald, Pressesprecherin des Bündnisses, gerne zur Verfügung.
Die Veranstaltung ist für Bild- und Tonaufnahmen geeignet, es gilt das gesprochene Wort.

Kontakt:
jugendarbeitsichern@posteo.de

Redaktion TolSax

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