10.11. | Was Corona (un)sichtbar macht – Auftaktgespräch zur Asylinitiativenkonferenz | Online

19:00 – 21.00 Online

Autor_innen: Weiterdenken

Die Corona-Pandemie hat das Jahr 2020 stark beeinflusst und wird auch nachhaltig seine Auswirkungen entfalten. Dabei haben die letzten Wochen und Monate deutlich gezeigt, dass die Menschen am stärksten von der Krise betroffen sind, die schon vor Corona „unsichtbar“ waren. Die Situation von Geflüchteten in Deutschland und an den europäischen Außengrenzen hat sich durch die Pandemie weiter verschärft. Ihre Lebensbedingungen wurden noch prekärer und menschenfeindlicher – all dies im Stillen. Während zivilgesellschaftliche Initiativen versuchten zu unterstützen, zu retten und Aufmerksamkeit zu erzeugen, schwieg die Politik.

Mit der diesjährigen Asylinitiativenkonferenz wollen wir Aspekte in den Blick nehmen, die durch die Pandemiesituation eine besondere Zuspitzung erfuhren, die jedoch durch den großen Trubel der Pandemie eher zurückgedrängt und unsichtbar wurden.

Wie in den vergangenen Jahren thematisiert die Asylinitiativenkonferenz die Brennpunkte ehrenamtlichen Engagements und schafft Raum zum Austausch und zur Vernetzung. Ziel ist es, Engagierte zu stärken, fachlichen Austausch zu bieten und gemeinsam zu überlegen, wie mit den Herausforderungen umzugehen ist.

Die Asylinitiativenkonferenz erfährt 2020 eine Premiere: Erstmals wird sie in einer digitalen Form veranstaltet. So geben wir allen die Möglichkeit, teilzunehmen, sich und andere gesundheitlich jedoch nicht zu gefährden. Die Konferenz erstreckt sich mit verschiedenen Formaten über fünf Tage.

Den Auftakt zur Asylinitiativenkonferenz macht eine Gesprächsrunde, in der Herausforderungen und Nöte von geflüchteten Menschen während der Corona-Pandemie aus unterschiedlichen Perspektiven, aber auch gesellschaftliches und politisches Versagen Aufmerksamkeit bekommen. Gleichzeitig gibt sie einen ersten Einblick in die Themenschwerpunkte der Asylinitiativenwoche: Situation an den europäischen Außengrenzen, Wohnen, Zugang zur Gesundheitsversorgung und Rassismus.

Eingeladen sind:
Barbara Niedermaier // Medinetz Leipzig und CAB Leipzig e. V.
Sascha Schießl // Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V.
Susanne Neupert // Leipziger Initiativkreis: Menschen.Würdig
Mika Kaiyama // Landesnetzwerk Migrantenorgnisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA) e.V.

Zeit: 10. November 2020 // 19:00 bis 21:00 Uhr
Ort: Livestream

Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Der Link zur Veranstaltung wird am 10. November über die sozialen Kanäle der Kooperationspartner verbreitet.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen dem Sächsischen Flüchtlingsrat e.V., dem Kulturbüro Sachsen e.V., dem Paritätischen Wohlfahrtsverband Sachsen und Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen e.V.

Wir danken der Amadeu Antonio Stiftung, der UNO-Flüchtlingshilfe und der Bundeszentrale für politische Bildung für ihre freundlichen Unterstützung.

Die Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalt.

Mehr Informationen

Zum Flyer der Asylinitiativenkonferenz 2020

Weiterdenken - Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen e.V

Wir organisieren politische Bildung für Erwachsene in Sachsen - mit Seminaren, Workshops, Vorträgen, Ausstellungen, Publikationen, Lesungen und künstlerische Annäherungen an politische Themen.