11.11. | Patrice Poutrus liest: Umkämpftes Asyl | Online

Gespräche über Zugehörigkeit

19:30 Uhr | Ort bei Anmeldung

Autor_innen: TU Dresden

Die Veranstaltung findet digital statt und wird gestreamt. Sie können online mitdiskutieren. Der Zugang zum Videokonferenzsystem / Stream wird in Kürze hier veröffentlicht. Wir möchten unsere Veranstaltungen so barrierearm wie möglich gestalten. Wir bitten Sie, uns Ihre Bedarfe vorab mitzuteilen: diversity.management@tu-dresden.de.

Sowohl die DDR als auch die Bundesrepublik Deutschland nahmen nach 1945 das Asylrecht in ihre Verfassung auf. Seitdem begleiteten die Diskussionen um die Aufnahme Geflüchteter die bundesrepublikanische Gesellschaft ebenso wie die Gesellschaft der DDR. Auch die Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung waren nachhaltig von diesen Auseinandersetzungen geprägt. Die Themen Flucht, Asyl und Aufnahme sind immer wieder in der Lage, die deutsche Öffentlichkeit zu mobilisieren und tiefgreifende Kontroversen hervorzurufen.

Der Historiker Patrice Poutrus vertritt die These, dass hier im Kern weniger die konkreten Fragen der Aufnahme oder die Einschätzung der Situation Geflüchteter, sondern vielmehr das politisch-moralische Selbstverständnis der deutschen Gesellschaft verhandelt wird. Welche Konsequenzen müssen wir aus der Geschichte des Nationalsozialismus ziehen? Sind wir ein Einwanderungsland? Wollen wir in einer pluralistischen Gesellschaft leben? Welche Identität hat die ‚deutsche Nation‘? Wer gehört dazu?

Patrice Poutrus (Universität Erfurt) hat ein Buch über dieses ‚umkämpfte Asyl‘ geschrieben und geht dessen Geschichte von 1945 bis heute nach. Im Gespräch mit Thomas Lindenberger, Direktor des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung, wird er die Ergebnisse seiner Forschungen vorstellen. Diskutieren Sie mit!

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Redaktion TolSax

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