15.05. | Aktionstag gegen Verschwörungsmythen und Antisemitismus am 15. Mai

Direkt zum Mitschnitt auf youtube

Autor_innen: Amadeu Antonio Stiftung

Derzeit erreichen Fake-News und Verschwörungsmythen rund um das Corona-Virus ein Millionenpublikum: im Netz, auf der Straße und im Bekanntenkreis. Solche teils harmlos wirkenden Verschwörungsmythen ebnen den Weg in antisemitische und rassistische Weltbilder, die zu konkreten Angriffen auf konkrete Gruppen führen: Jüdinnen und Juden, asiatisch gelesene Personen, Asylsuchende, Menschen mit Einwanderungsgeschichte, Wissenschaftler*innen sind davon betroffen.

Aber was sind Verschwörungsmythen überhaupt und wie erkenne ich sie? Was ist eigentlich das strukturell antisemitische an ihnen und was kann ich dagegen tun?

Die Amadeu Antonio Stiftung veranstaltet am 15. Mai 2020 zusammen mit dem Anne Frank Zentrum einen Digitalen Aktionstag gegen Verschwörungsmythen und Antisemitismus, um Tipps im Umgang mit Verschwörungsmythen zu geben, demokratiestärkende Narrative und Gegenerzählungen im Netz zu stärken. Und um anzuregen, sich bei so manchen Meldungen zu fragen:
Seriously? #glaubnichtalles was du hörst!

Ob in Live-Diskussionen, Webinaren oder mithilfe des Entschwörungsgenerators: Unter #glaubnichtalles wollen wir nicht nur am 15. Mai, sondern auch in den kommenden Wochen über Verschwörungsmythen im Kontext der Corona-Pandemie und rechtsterroristischer Anschläge wie in Halle diskutieren und gemeinsam überlegen, was Solidarität gegen Antisemitismus und Rassismus in diesen Zeiten bedeuten kann.

Hierbei brauchen wir deine Unterstützung! Verbreite den Hashtag, teile den Content, bewirb die Veranstaltungen, nimm an den Diskussionen teil – und vor allem: #glaubnichtalles was du hörst!

Der digitale Aktionstag ist zugleich der Auftakt der bundesweiten Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus. Wer also in den kommenden Wochen ebenfalls Veranstaltungen planen möchte oder andere kreative Ideen im Umgang mit Verschwörungsmythen und Antisemitismus hat, meldet sich unter aktionswochen@amadeu-antonio-stiftung.de.


Programm (wird fortlaufend aktualisiert)

15.05.2020, 10 Uhr
Auftaktdiskussion: „Wie bedrohen Coronavirus-Verschwörungsmythen die Demokratie – und was können wir tun?“ im Livestream via Facebook und YouTube.
Veranstaltet von: Amadeu Antonio Stiftung

Teilnehmende:

  • Patrick Gensing (ARD-Faktenfinder)
  • Anetta Kahane (Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung)
  • Melanie Hermann (Projekt „No World Order – Handeln gegen Verschwörungsideologien und Antisemitismus“)
  • Johannes Baldauf (Public Policy Manager, Facebook)
  • Moderation: Simone Rafael (belltower.news)


15.05.2020, 14 Uhr

„Antisemitismus, Verschwörung und Rechtsterrorismus: Der Anschlag in Halle und seine Konsequenzen“
Veranstaltet von: Amadeu Antonio Stiftung

Die Diskussion findet via Zoom statt. Den Link erhalten Teilnehmende nach Anmeldung via aktionswochen@amadeu-antonio-stiftung.de

Teilnehmende:

  • Matthias Quent (Direktor des IDZ Jena)
  • Veronika Kracher (Journalistin)
  • Ruben Gerczikow (JSUD)
  • Moderation: Nikolas Lelle (Aktionswochen gegen Antisemitismus)


15.05.2020, 14-16 Uhr

Webinar „Die Suche nach Eindeutigkeit? Zum Umgang mit Verschwörungserzählungen im pädagogischen Alltag“
Veranstaltet von: Zentralwohlfahrtsstelle der Juden & Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment/ OFEK e.V.

In der Schule und im pädagogischen Alltag stellt der Umgang mit Verschwörungsgedanken eine Herausforderung dar.  Das WEBINAR eröffnet einen Gesprächsraum über aktuelle Fälle und Grundsätze pädagogischen Handelns. Erprobte Zugänge und Methoden aus der mehrjährigen Erfahrung vom Kompetenzzentrum können exemplarisch vorgestellt und diskutiert werden. – Weitere Informationen


15.05.2020, 16 Uhr

Online-Diskussion „Corona als Katalysator antisemitischer Verschwörungsmythen“
Veranstaltet von: Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk (ELES)

Dr. Felix Klein, Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus, Saba-Nur Cheema, pädagogische Leiterin der Bildungsstätte Anne Frank und der Soziologe und ELES-Beirat Prof. Dr. Natan Sznaider diskutieren über Corona als Katalysator antisemitischer Verschwörungsmythen. Moderation: Jo Frank, Geschäftsführer von ELES. Das Gespräch wird live auf der Facebookseite von ELES gestreamt. – Weitere Informationen (Link zur Facebook-Veranstaltung)


18.05.2020, 16.30-18 Uhr

Webinar „Wo kommt Corona ‚eigentlich‘ her und trägt sie Schläfenlocken? – Einblicke in rassistisches und antisemitisches Verschwörungsdenken für Jugend- und Bildungsarbeit“
Veranstaltet von: ju:an-Praxisstelle antisemitismus- und rassismuskritische Jugendarbeit Berlin

Das Webinar über Zoom richtet sich an alle in der offenen, politisch-historischen, kulturellen und musealen Jugend- und Bildungsarbeit Tätigen. Anmeldung bis zum 14.05. an unter: praxisstelle@amadeu-antonio-stiftung.de – Weitere Informationen


18.05.2020, 11.30-12.30 Uhr

Webinar „‚Flucht im Lebenslauf‘ für Fernlehre/Homeschooling“
Veranstaltet von: Anne Frank Zentrum

Das Webinar vermittelt Inhalte und praktische Hinweise zur Arbeit mit dem Lernmaterial in der Fernlehre/Homeschooling und findet anlässlich des digitalen Aktionstags gegen Verschwörungsmythen und Antisemitismus statt. Bitte melden Sie sich bis zum 16.05.2020 per E-Mail bei Luiza Kulenkampff an (kulenkampff[at]annefrank.de). Sie erhalten dann den Zugangslink. – Weitere Informationen


19.05.2020, 11 Uhr

Webinar „‚Gefährliches Erbe – Geschichte und Gegenwart von christlichem Antijudaismus und Antisemitismus“
Veranstaltet von: Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAG K+R)

Für  die  christliche  Theologie  ist  die  kritische Auseinandersetzung mit  Antisemitismus  von zentraler Bedeutung  für die Aufarbeitung eigener Gewalttraditionen. Christlicher Antijudaismus und Antisemitismus sind noch heute präsent und prägen gesellschaftliche und kirchliche Auseinandersetzungen. Welches sind die zentralen Ideologieelemente des Antijudaismus? Wie haben die Kirchen ihre Theologie nach 1945 verändert? Welche antijüdischen Stereotype sind auch heute noch in der Alltagskultur präsent, und welche Folgen haben diese? Das Webinar soll eine Einführung geben in Geschichte und Gegenwart von christlichem Antijudaismus und Antisemitismus. Vorkenntnisse in Theologie sind nicht erforderlich. Zur Anmeldung


19.05.2020, 16-17.30 Uhr / 02.06.2020, 16-17.30 Uhr

Webinar „‚Antisemitismus – Geschichte und Aktualität“
Veranstaltet von: Anne Frank Zentrum

Das zweiteilige Webinar »Antisemitismus – Geschichte und Aktualität« findet anlässlich des digitalen Aktionstags gegen Verschwörungsmythen und Antisemitismus statt und richtet sich an Multiplikator*innen, die sich intensiver mit unterschiedlichen Erscheinungsformen und Funktionen von Antisemitismus auseinandersetzen und Möglichkeiten des pädagogischen Handelns gegen Antisemitismus diskutieren möchten. Bitte melden Sie sich per E-Mail bei Jana Rosenfeld zu der Veranstaltung unter Nennung Ihres Namens und Ihrer Organisation an: rosenfeld@annefrank.de. Im Anschluss erhalten Sie die Zugangsdaten zum Webinar. – Weitere Informationen


19.05.2020, 19 Uhr

Online-Vortrag „‚Die Legende von den Strippenziehern: Verschwörungstheorien und Antisemitismus mit und ohne Corona“
Veranstaltet von: Linkes Bündnis gegen Antisemitismus München

Der Journalist Peter Bierl setzt sich mit aktuellen und historischen Verschwörungslegenden auseinander und versucht ein paar Antworten auf deren Attraktivität zu geben. Mehr Informationen [Link führt zur Facebook-Veranstaltung]


25.05. & 02.06.2020, 14-16 Uhr

Webinar „‚Antisemitismus in Niedersachsen und dessen Sichtbarmachung“
Veranstaltet von: Netzwerk für Demokratie und Prävention Niedersachsen

Das Webinar bietet einen Einblick in die Arbeit der neuen Dokumentations- und Beratungsstelle für antisemitische Vorfälle in Hannover und dient der Erarbeitung eines Begriffs von Antisemitismus, der ihn in seiner gesellschaftlichen Dimension fassbar machen und zugleich von anderen Ideologien der Ungleichwertigkeit abgrenzen soll. In diesem Zusammenhang wird auch auf die Wandelbarkeit der Erscheinungsformen von Antisemitismus eingegangen und richtet sich sowohl an Neueinsteiger*innen als auch an Teilnehmende mit Vorwissen. – Anmeldung unter: team@netz.lprnds.de


Die bundesweiten Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus der Amadeu Antonio Stiftung finden in Kooperation mit dem Anne Frank Zentrum statt.

Amadeu Antonio Stiftung

Die Amadeu Antonio Stiftung reagiert auf eine rechtsextreme Alltagskultur, die sich vor allem in den neuen Bundesländern verankert hat. Das Ziel der Stiftung ist es, eine zivile Gesellschaft zu stärken, die dem Problem entschieden entgegentritt. Dafür unterstützt sie Initiativen und Projekte, die kontinuierlich gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus vorgehen, sich für eine demokratische Kultur engagieren und für den Schutz von Minderheiten eintreten. Die wichtigste Aufgabe der Amadeu Antonio Stiftung: Lokale Akteurinnen und Akteure über eine finanzielle Unterstützung hinaus zu ermutigen, ihre Eigeninitiative vor Ort zu stärken.