15.12.20 | Querdenker oder autoritäre Revolte? Proteste in der Pandemie | Online

19:00 – 20:30 Uhr | Ort bei Anmeldung

Autor_innen: Amadeu Antonio Stiftung und Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (Facebook)

IDZ-Webtalk mit Professorin Priska Daphi und Dr. Volker Weiß

Protestbewegungen gegen die politischen Maßnahmen zur Bewältigung der Pandemie gibt es vielen Ländern, doch bisher gelingt es den Gegnern der herrschenden Corona-Politik nur in Deutschland, zehntausende Menschen zu mobilisieren. Die Protestmilieus sind heterogen. Besondere Aufmerksamkeit kommt vor allem extrem Rechten, Reichsbürgern und Verschwörungsideologen zu, welche die selbsternannten „Querdenker“ zu dominieren scheinen.

Der IDZ-Webtalk mit zwei renommierten Gästen thematisiert zum einen, wie die radikale und extreme Rechte in Deutschland parlamentarisch und außerparlamentarisch auf die globale Krise der Corona-Pandemie reagiert. Zum anderen werden die Proteste gegen die Corona-Maßnahmen aus Sicht der Protestforschung diskutiert.

Priska Daphi ist Professorin für Konfliktsoziologie an der Universität Bielefeld. Sie ist unter anderem stellvertretende Sprecherin des Teilinstitut Bielefelds im Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusam-menhalt und Gründungsmitglied des Instituts für Protest- und Bewegungsforschung.
Volker Weiß ist promovierter Historiker, Sachbuchautor, Journalist und führender Experte für die „Neue Rechte“ in Deutschland. Er schreibt unter anderem für DIE ZEIT und ZEIT Geschichte, Jungle World, Frankfurter Rundschau, Taz und Spiegel.

Anmeldung hier: https://www.eventbrite.de/…/querdenker-oder-autoritare…

Weitere Informationen hier (Facebook)

Amadeu Antonio Stiftung

Die Amadeu Antonio Stiftung reagiert auf eine rechtsextreme Alltagskultur, die sich vor allem in den neuen Bundesländern verankert hat. Das Ziel der Stiftung ist es, eine zivile Gesellschaft zu stärken, die dem Problem entschieden entgegentritt. Dafür unterstützt sie Initiativen und Projekte, die kontinuierlich gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus vorgehen, sich für eine demokratische Kultur engagieren und für den Schutz von Minderheiten eintreten. Die wichtigste Aufgabe der Amadeu Antonio Stiftung: Lokale Akteurinnen und Akteure über eine finanzielle Unterstützung hinaus zu ermutigen, ihre Eigeninitiative vor Ort zu stärken.