19.04. | Pädagogische Bildungsreferent*in | Leipzig

Autor_innen: Amadeu Antonio Stiftung

Pädagogische Bildungsreferent*in für das Projekt „re:set – Jugend gegen Hass im Netz“

Für unser neues Projekt „re:set: Jugend gegen Hass im Netz“ suchen wir ab dem 01.05.2021 zwei neue Mitarbeiter*innen. Die Stellen sind mit 30 Stunden befristet bis zum 31.03.2025.

Über die Amadeu Antonio Stiftung:

Seit ihrer Gründung 1998 ist es das Ziel der Amadeu Antonio Stiftung, eine demokratische Zivilgesellschaft zu stärken, die sich konsequent gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus wendet. Dafür unterstützt sie Initiativen und Projekte, die sich lokal kontinuierlich für eine demokratische Kultur engagieren und für den Schutz von Minderheiten eintreten – unbürokratisch und dort, wo es am dringendsten benötigt wird. Bundesweit unterstützte die Stiftung bereits über 1.500 Projekte finanziell, beratend und durch das Zusammenbringen mit weiteren Engagierten. Die Förderung der Amadeu Antonio Stiftung wird von einer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit begleitet, die die Bedarfe demokratischer Zivilgesellschaft und Perspektiven Betroffener rechter Gewalt in den Fokus rückt. Die operativen Projekte der Stiftung konzentrieren sich auf Analysen menschenverachtender Phänomene und die Entwicklung praktischer Empfehlungen und Methoden im Umgang damit.

Projektbeschreibung:

Das neue Projekt „re:set: Jugend gegen Hass im Netz“ ist ein Bildungsprojekt, das sachsenweit tätig ist. Es widmet sich konkret antidemokratischen, menschenfeindlichen sowie extrem rechten Agitationen im digitalen Raum. Ziel ist der Aufbau eines landesweiten Netzwerks von jungen Erwachsenen, die im Peer-to-Peer-Ansatz Jugendliche und andere junge Volljährige im Umgang mit hasserfüllten und menschenfeindlichen Online-Inhalten empowern – auch und gerade, wenn sie selbst von Hate Speech im Netz betroffen sind. Als Multiplikator*innen werden sie qualifiziert, eigenständig, in praxisorientierten Workshops jungen Menschen digitale Handlungsstrategien für den Umgang mit Hate Speech, Antisemitismus, Verschwörungserzählungen und rechtsextremen Agitationsstrategien vermitteln. Ein weiterer Projektschwerpunkt ist die enge Zusammenarbeit mit Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit, um Mitarbeitende im Umgang mit Hate Speech, Fake News, Diskriminierung, Verschwörungsideologien im Internet zu sensibilisieren und eine rassismus- und antisemitismuskritische Perspektive zu stärken. Das Material für die Qualifikation wird ebenfalls im Projekt entwickelt und bereitgestellt. Darüber hinaus werden weitere zielgruppenspezifische, multimediale Bildungsmaterialen erstellt und publiziert.

Tätigkeitsprofil:

  • Zielgruppenspezifische Konzeption und Entwicklung von Methoden, Übungen und Inhalten für die Anwendung in Workshop-Formaten für junge Menschen
  • Zielgruppenspezifische und nachfrageorientierte Mitarbeit an und Durchführung von Bildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen online und offline im außerschulischen Bereich
  • Mitarbeit an neuen Veranstaltungsformaten, wie Barcamps für Jugendliche zu sozialen Medien, Dark Social und Hass im Netz
  • Eigenständige Kontaktaufnahme und Beziehungsarbeit zu relevanten Akteur*innen (z.B. Projekten von Jugendarbeit in migrantischen Selbstorganisationen, selbstorganisierten Jugendgruppen, Vereinen und Religionsgemeinschaften)
  • Aufbau und anschließende Betreuung und Koordination eines regionalen und sachsen-weiten Peer-to-Peer-Netzwerks
  • Pädagogisches Monitoring

Wir wünschen uns:

  • Identifikation mit den Zielen der Amadeu Antonio Stiftung
  • Berufs- oder Studienabschluss im Bereich Soziale Arbeit/ Erziehungswissenschaft oder Vergleichbarem gewünscht
  • Gute Erfahrungen in der Konzeption von Bildungsinhalten sowie (multimedialen) Bildungsmaterialien für außerschulische Kontexte
  • Sehr gute Kenntnisse und Erfahrungen im Bereich Jugendarbeit
  • Sprachekenntnisse u.a. in Arabisch, Farsi/ Dari, Russisch oder Vietnamesisch können hilfreich sein, weil sie den Zugang zu den Zielgruppen erleichtern
  • Ebenso hilfreich können Kenntnisse und Erfahrungen bezüglich der Arbeit von migrantischen / postmigrantischen Selbstorganisationen sein
  • Fundierte Kenntnisse über Auftrittsarten und Strategien der extremen Rechten, Phänomene des Antisemitismus und anderer Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit im digitalen Raum/ Social Media
  • Eigenverantwortliches Arbeiten, Flexibilität und die Bereitschaft zu sachsenweiten Dienstreisen

Wir bieten:

  • Eine verantwortungsvolle Tätigkeit bei einer renommierten, sowohl regional als auch bundesweit agierenden Stiftung, die sich erfolgreich für demokratische Zivilgesellschaft, demokratische Kultur und Betroffene rechter Gewalt einsetzt
  • Einblicke in ein vielfältiges und gesellschaftspolitisch brisantes Arbeitsfeld
  • Raum für innovative Ideen
  • Ein hochmotiviertes, kompetentes und kollegiales Team
  • Flexible Arbeitszeiteinteilung mit Arbeitsort in Leipzig, flexibler Arbeitsortgestaltung
  • Fortbildungsmöglichkeiten und Supervisionsangebote
  • Anstellung, Vergütung und Sozialleistungen richten sich nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD 11 – Bund)
  • Bürostandort ist Leipzig

Um verschiedene Expertisen, Perspektiven und Erfahrungen im Team abbilden zu können,  bestärken wir insbesondere BPoCs*, Menschen mit eigener oder familiärer Migrationsgeschichte, Sinti*zza und Rom*nja sich zu bewerben. Im Sinne §5 Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG) werden Bewerber*innen, die sich zu den obigen genannten Gruppen zugehörig fühlen, bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt,  um strukturelle Benachteiligung auf dem Arbeitsmarkt entgegenzuwirken und um zur Chancengleichheit beizutragen.

Bei Interesse freuen wir uns über ein Anschreiben mit Angaben über Motivation, Kenntnisse und ggf. Erfahrungen in den Arbeitsfeldern der Amadeu Antonio Stiftung sowie einen tabellarischen Lebenslauf mit 2 persönlichen Referenzen (zusammengefasst in einem PDF-Dokument mit max. 4MB) per E-Mail mit dem Betreff „re:set“ an die Mailadresse: bewerbung@amadeu-antonio-stiftung.de.

Bewerbungsschluss ist der 19.04.2021, die Bewerbungsgespräche finden am 26.04.2021 und 27.04.2021 (voraussichtlich per Video-Konferenz) statt.

Für Rückfragen wenden Sie sich gerne an judith.tuchscheerer@amadeu-antonio-stiftung.de

An dieser Stelle noch ein Hinweis auf die Verarbeitung von personenbezogenen Daten im Rahmen von E-Mail-Kommunikation und Bewerbungsverfahren. Die Datenverarbeitung personenbezogener Daten geschieht ausschließlich zweckgebunden und im Einklang mit der Datenschutzgrundverordnung. Alle Informationen zur Datenverarbeitung gemäß Art. 12 ff. DS-GVO finden Sie unter https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/datenschutz/

Weitere Informationen hier

Amadeu Antonio Stiftung

Die Amadeu Antonio Stiftung reagiert auf eine rechtsextreme Alltagskultur, die sich vor allem in den neuen Bundesländern verankert hat. Das Ziel der Stiftung ist es, eine zivile Gesellschaft zu stärken, die dem Problem entschieden entgegentritt. Dafür unterstützt sie Initiativen und Projekte, die kontinuierlich gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus vorgehen, sich für eine demokratische Kultur engagieren und für den Schutz von Minderheiten eintreten. Die wichtigste Aufgabe der Amadeu Antonio Stiftung: Lokale Akteurinnen und Akteure über eine finanzielle Unterstützung hinaus zu ermutigen, ihre Eigeninitiative vor Ort zu stärken.