19.05. | IDAHIT* 2019 Aktionswoche: Infostand und Kurzfilmabend | Zwickau

18 Uhr Jugendcafé „City Point“, Hauptstraße 44

Miteinander – Kurzfilmabend zu geschlechtlicher Vielfalt
anschließend Diskussion


Eintritt frei

Männlich, weiblich, dazwischen oder ganz anders? Geschlecht jenseits von männlich und weiblich existiert naturgegeben, denn seit jeher kommen Menschen intergeschlechtlich auf die Welt – allgemein als Zwitter bekannt. Andere bemerken im Laufe ihres Lebens, dass sie sich mit ihrem Körper und/oder den ihnen zugeschriebenen Geschlecht nicht identifizieren. Drei Kurzfilme zeigen die Vielfalt der Geschlechteridentitäten und machen die Normalität von Lebensweisen von transsexuellen und trans*identen Menschen erfahrbar.

Neko No Hi – Cat Days (Jon Frickey, BRD 2018, 11 min)

Jiro fühlt sich nicht wohl. Eine Ärztin soll herausfinden, was los ist. Neben der Diagnose Katzengrippe hat sie noch weitere verwirrende Neuigkeiten für Jiro.

Rückkehr zur Normalität (Kurzdokumentarfilm, Tim Fabian Bartel, Jasmine Bischke, BRD 2014, 27 min)

Beela gewährt einen Einblick in seinen Alltag und reflektiert, was es für ihn bedeutet Transvestit zu sein. An den prähistorischen Felsklippen nahe der Burg Giebichenstein in Halle erzählt der junge Transmann Samuel sowohl von seinem eigenen Geschlecht als auch von Zwischengeschlechtlichkeit an anderen Orten und zu anderen Zeiten. Samuel hinterfragt Heteronormativität und Geschlechterrollen und berichtet von Problemen des Alltags sowie der Vorfreude auf seine Zukunft in der Gesellschaft, die sich schwer damit tut, die existierende geschlechtliche Vielfalt als Normalität anzuerkennen.

Mrs McCutcheon (John Sheedy, Australien 2017, 17 min)

Tom möchte nur noch Mrs McCutcheon genannt werden und trägt lieber Kleider als Hosen. In der Schule hat Mrs McCutcheon Probleme, von den Mitschüler*innen akzeptiert zu werden…

Alle Filme laufen auf Deutsch oder mit deutschen Untertiteln.

Trans*- und Inter*geschlechtlichkeit gelten auch 2019 noch als Geschlechtsdifferenzierungs- bzw. Geschlechtsidentitätsstörungen. In Bezug auf Homosexualität ist ebenfalls noch keine volle Gleichstellung erreicht. Nicht zuletzt der aktuelle rechts-konservative Rollback rund um AfD, PEGIDA und sog. „besorgte Eltern“ fordert ein aktives Zeichen gegen Homo-, Bi-, Trans*- und Inter*feindlichkeit in Zwickau, Sachsen und überall.

Selbstbestimmt, offen und diskriminierungsfrei – eine demokratische Gesellschaft muss es allen Menschen ermöglichen, jederzeit und an jedem Ort ohne Angst verschieden sein zu können. Gewalt und Vorurteile gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans*- und inter*geschlechtlichen sowie queeren Menschen haben keinen Platz in Sachsen.

LSBTTIQ*-Rechte sind Menschenrechte!

LAG Queeres Netzwerk Sachsen

Die LAG Queeres Netzwerk Sachsen fördert mit Veranstaltungen, Materialien und Sensibilisierung die gleichberechtigte Teilhabe von lesbischen Frauen, schwulen Männern, bisexuellen, transgender, trans- und intergeschlechtlichen und queeren Menschen (LSBTTIQ*) und die Gleichberechtigung aller Geschlechter in deren vielfältigen Lebensentwürfen über alle Generationen hinweg in Sachsen.