20.01.20 | Vorpremiere: „Schalom Genossen – Juden in der DDR“ | Leipzig

19:00 Ariowitsch-Haus e.V. – Zentrum Jüdischer Kultur, Hinrichsenstraße 14, 04105 Leipzig

Vorpremiere des 3sat-Dokumentarfilmes


Am 27. Januar 1945 befreien Soldaten der Roten Armee die letzten 7000 Überlebenden des KZ Auschwitz. Einer von ihnen: Justin Sonder. Er kehrt zurück nach Chemnitz, denn er will sich für ein neues, demokratisches Deutschland stark machen. Auch für Siegmund Rotstein bleibt Deutschland Heimat. Er kehrt nach der Befreiung aus Theresienstadt ebenfalls nach Chemnitz zurück und hilft dabei, die jüdische Gemeinde wiederaufzubauen. Renate Aris sollte mir ihrer Familie am 16. Februar 1945 von Dresden aus in ein Vernichtungslager deportiert werden. Drei Tage vor dem Termin wurde die Stadt bombardiert. Die Familie tauchte in dem Chaos unter und überlebte. Stasiakten belegen: Seit den 50er Jahren werden Juden in der DDR intensiv bespitzelt. Wie in christlichen Kirchen, sitzen auch in den Jüdischen Gemeinden unter den Gläubigen Spitzel. Der Verdacht zionistischer Aktivitäten, die allen jüdischen Gemeinden unterstellt wird, lässt die Stasi regelmäßig aktiv werden. Die Dokumentation zeigt anhand der Biografien dieser drei Hauptprotagonisten das ambivalente Verhältnis zwischen ostdeutschen Juden und der DDR.

Im Anschluss an den Film gibt es ein Gespräch mit dem Ehrenvorsitzenden der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig, Rolf Isaacsohn, der verantwortlichen Redakteurin der Dokumentation, Nina Rothermundt und dem leitenden Redakteur von 3sat, Wolfgang Aull.

Eine Dokumentation von ZDF/3sat und ZDFinfo, produziert von fernsehkombinat Leipzig

Veranstalter: fernsehkombinat Leipzig, Ariowitsch-Haus e. V.

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Redaktion TolSax

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