22.01.20 | Was zu tun ist – Für intersektionale Gerechtigkeit | Dresden

19:00 Kleines Haus, Glacisstraße 28, Dresden

Wie kann Gleichberechtigung für alle Menschen gedacht werden? Welche Wege müssen dazu gegangen werden? Jede Diskriminierungserfahrung ist unterschiedlich, jedoch gibt es Menschen, die von Mehrfachdiskriminierung betroffen sind. Benachteiligung kann nicht nur durch ein Merkmal entstehen, sondern aufgrund von mehreren Merkmalen, wie z. B. Geschlecht, Herkunft oder sozialer Status. Gleichstellungsbestrebungen, die diese Verhältnisse ignorieren, reproduzieren gar diese Ungleichheiten.

Die Forscherin, Trainerin und Autorin Dr. Emily Ngubia Kessé ist überzeugt, dass eine tiefgreifende Überwindung von Diskriminierung nur möglich ist, wenn diese sich überlagernden Diskriminierungsformen sichtbar gemacht werden. Das Konzept der Intersektionalität nimmt genau diese Perspektive ein. Intersektionales Denken will eine weitere Segmentierung der Gesellschaft verhindern und versucht blinde Flecke zu erkennen. In dieser Hinsicht nimmt es das große Ganze in den Blick und strebt so eine Erweiterung des Gerechtigkeitsbegriffs an.

Die Reihe WAS ZU TUN IST ist eine Kooperation zwischen den Professuren für Politische Theorie und Ideengeschichte und der für Didaktik der politischen Bildung an der TU Dresden, dem Zentrum für Integrationsstudien der TU Dresden, dem Staatsschauspiel und Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen. Studierende können sich die Veranstaltung durch einen Teilnahmeschein und eine Klausur für das Aqua-Modul anrechnen lassen.

Aktuelle Informationen zur Veranstaltung

Weiterdenken - Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen e.V

Wir organisieren politische Bildung für Erwachsene in Sachsen - mit Seminaren, Workshops, Vorträgen, Ausstellungen, Publikationen, Lesungen und künstlerische Annäherungen an politische Themen.