22.11. | TolSaxKonkret: Presse- und Medienrecht. Workshop mit Alexander Hoffmann | Leipzig

Fortbildung für Organisationen und Initiativen

10:00 – 17:00 Leipzig, genauer Veranstaltungsort wird nach Anmeldung mitgeteilt

Der sächsischen Zivilgesellschaft stehen harte Zeiten bevor. Was wir bei den kommenden Auseinandersetzungen nicht gebrauchen können, sind rechtliche Streitigkeiten über unsere Veröffentlichungen. Um dem vorzubeugen, informieren wir mit dieser Fortbildung zu den Grundzügen des Presse- und Medienrechts und tauschen uns über Fragen und Problemstellungen aus.

Insbesondere bei Publikationen über neonazistische und andere (neu-)rechte Personen und Strukturen kann es schnell juristischen Ärger geben. Prinzipiell sind aber alle Organisationen und Initiativen, die irgendeine Form von Informations- oder Öffentlichkeitsarbeit betreiben, mit presserechtlichen Fragestellungen konfrontiert. Egal, ob sie einen Text veröffentlichen, eine Ausstellung konzipieren oder eine Veranstaltung organisieren – in jedem Fall kann ein presserechtliches Verfahren drohen. Das ist nicht nur schädlich für die eigene Reputation, sondern kann auch zu erheblichen Kosten führen, die gerade für kleinere Initiativen existenzbedrohend sind.

Deswegen ist zumindest ein Überblick über relevante Fragen des Presserechts unabdingbar: Was darf man im Hinblick auf Veröffentlichungen und was nicht, was sind unsere presserechtlichen Rechte und wie können wir diese durchsetzen?

Neben einer allgemeinen Einführung in die relevanten Aspekte des Presserechts soll auch Zeit sein für spezifischen Fragestellungen und den Austausch untereinander.

Der Referent

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann ist seit 1998 in Kiel mit Schwerpunkt Strafverteidigung tätig. Nach dem Jurastudium arbeitete er zunächst mehrere Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht und Sanktionenrecht an der Christian-Albrechts-Universität Kiel. Mit der Zulassung als Rechtsanwalt machte er sich in Kiel selbständig. Neben den Schwerpunkten im Strafrecht und Ausländerrecht ergaben sich bald erste Vertretungen im Presse- und Medienrecht. Er vertritt u.a. Betroffene nazistischer und rassistischer Übergriffe als Nebenklagevertreter und ist seit vielen Jahren in antifaschistischen Initiativen aktiv.

Website: www.anwalthoffmann.de

Zielgruppe

Der Workshop richtet sich an Mitglieder von zivilgesellschaftlichen Initiativen und Organisationen, die sich in Sachsen haupt- und ehrenamtlich für ein weltoffenes, diskriminierungsfreies und an den Menschenrechten orientiertes Zusammenleben einsetzen. Erfahrungen mit Presse- und Öffentlichkeitsarbeit werden vorausgesetzt.

Anmeldung

Die Veranstaltung ist kostenfrei, die Plätze sind jedoch begrenzt. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine rechtzeitige Anmeldung mit Angabe der eigenen Organisation/Initiative. Bis spätestens 8. November per E-Mail an buero@tolerantes-sachsen.de oder unter der Telefonnummer: 0177 466 06 51.

Falls Euch spezielle Fragestellungen und Probleme beschäftigen, teilt uns das bitte bereits bei der Anmeldung mit, damit wir uns darauf vorbereiten können.

Antidiskriminierungsregel

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechten Parteien oder Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen. Veranstalter ist das Netzwerk Tolerantes Sachsen, vertreten durch die Sprecher_innen-Gruppe.

Veranstaltungsort

Leipzig – den genaue Ort teilen wir Euch bei der Anmeldung mit.

Der Veranstaltungsort ist barrierefrei. Bei Fragen wendet Euch gerne an die Koordination.

Webflyer

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Kontakt

Frank Schubert

Koordination | Mitglieder und Veranstaltungen

Mail: buero@tolerantes-sachsen.de
Tel:  03425 82 999 59
Mobil: 0177 466 06 51

Förderverein Tolerantes Sachsen e.V.
Domplatz 5
04808 Wurzen

TolSax Konkret

Eine Veranstaltung des Netzwerks Tolerantes Sachsen und des Sächsischen Flüchtlingsrates e.V.

Gefördert von

Das Projekt wird gefördert vom Sächsischen Landesprogramm „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“. Die Zuwendungen stammen aus Steuermitteln. Diese Steuermittel werden auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes zur Verfügung gestellt.

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