24.10. | Demonstration „Niemand ist vergessen, Nichts ist vergeben!“ | Leipzig

16:30 Uhr | Südplatz Leipzig

Autor_innen: Rassismus tötet! – Leipzig

Demonstration 24.10.2020 16:30 Uhr ab Südplatz

(Leipzig Südvorstadt; Haltestelle der Straßenbahn „Südplatz“), Leipzig:

 Niemand ist vergessen, Nichts ist vergeben!

Die Demonstration wird gegenüber vom Leipziger Hauptbahnhof am Gedenkstein für Kamal K. und allen Todesopfern rechter Gewalt in Leipzig seit 1990 enden.


Für die Demonstration planen wir unterschiedliche Blöcke, die mit entsprechenden Hochtransparenten und Seitentransparenten erkenntlich sein sollen. Wenn ihr euch also einen dieser Blöcke anschließen möchtet, orientiert euch an den Hochtransparenten. Es wird also keine Trennung der Demonstration mit Lücken zwischen den Blöcken sein. Für die Blöcke sind wir auf eure Unterstützung angewiesen, wenn ihr euch also im Vorhinein und am Tag der Demonstration einbringen möchtet, schreibt uns doch bitte an: Kontakt

Thematisch möchten wir mit den Blöcken an Todesopfer rechter Gewalt erinnern, an die Notwendigkeit einer migrantischen Selbstorganisation “Migrantifa”, an Feminizide, gegen Antisemitismus, sowie an Menschen, die in sozialen Kämpfen ihr Leben gelassen haben. Die Struktur ist bisher wie folgt gedacht:

  • Migrantifa!
  • Niemand ist vergessen!
  • Gegen jeden Antisemitismus!
  • Keine mehr! Stoppt Feminizide!
  • soziale Kämpfe / Jugendblock

Wie auch schon bei den Demonstrationen in den vergangen Jahren bitten wir um um folgendes:

Die Veranstalter*innen der antirassistischen und antifaschistischen Demonstration bitten darum, auf das Mitführen von Symbolen (z.B. auf Fahnen und Transparenten)

  • von Parteien (und ihren Jugendorganisationen),
  • möglichst auf Fahnen von Nationalstaaten
  • und Organisationen mit menschenfeindlichen und reaktionären Inhalten

zu verzichten.

Bei dieser soll an Todesopfer rechter Gewalt gedacht werden, sowie das Fortbestehen rassistischer Zustände in Deutschland thematisiert und auch durch die Außenwirkung vermittelt werden. Willkommen sind daher Plakate und Transparente, die sich auf Anlass und Thema der Demonstration beziehen. Wir möchten aber keine Werbung für Parteien betreiben und politischen Bewegungen keine Plattform bieten, die selbst rassistische und rechte Standpunkte vertreten.

Unsere Demonstration ist prinzipiell offen für alle Menschen, die etwas gegen Rassismus und rechte Gewalt haben. Selbstverständlich werden wir es nicht dulden, wenn Teilnehmer*innen sich selbst diskriminierend verhalten, beispielsweise durch mackerhafte Sprüche und sexistische Parolen gegenüber anderen Demonstrierenden oder Außenstehenden.

Rechtshilfe

Während der Demo wird ein Ermittlungsausschuss (EA) aktiv sein. Der EA hilft euch, wenn ihr vor, während oder nach der Demo Stress mit der Polizei bekommt, also beispielsweise in Gewahrsam genommen werdet. Ruft den EA an, wenn ihr selbst betroffen oder Zeug*innen seid. Bitte informiert den EA auch dann, wenn ihr wieder aus dem Gewahrsam entlassen werdet.

Telefonnummer: 0341 / 211 93 13 (wird vor Ort auch durchgesagt!)

Wichtig: Um euch und eure Freund*innen nicht zu belasten, müsst ihr jede Aussage gegenüber der Polizei verweigern – das ist euer Recht. Angeben müsst ihr nur, was auf eurem Personalausweis steht. Unterschreibt nichts, sondern gebt Widersprüche gegen alle Maßnahmen zu Protokoll.

Der EA berät und unterstützt euch übrigens auch, wenn ihr im Nachhinein noch unangenehme Post (z.B. Vorladungen von Polizei oder Staatsanwaltschaft) erhaltet. Kontaktmöglichkeiten und Sprechzeiten findet ihr hier.

Demo-Einmaleins

  • Tragt bitte alle einen Mund- und Nasenschutz.
  • Sexistisches Gehabe und Macker-Verhalten haben auf der Demo nichts zu suchen. Wenn ihr so etwas beobachtet und/oder euch belästigt fühlt, helfen euch die Ordner*innen oder eure Bezugsgruppe.
  • Mit Rücksicht auf die in Sachsen leider übliche Überwachung raten wir euch, überflüssige Mobiltelefone daheim zu lassen oder auszuschalten, solange ihr sie nicht dringend benötigt.
  • Die Demo wird von den Veranstalter*innen dokumentiert, ihr könnt eure Kameras also zuhause lassen. Innerhalb der Demo wird nicht gefilmt und fotografiert, denn solche Aufnahmen dienen ausschließlich den Ermittlungsbehörden. Falls ihr euch von euren Kameras nicht trennen könnt, dann dokumentiert einfach die Polizeiarbeit.
  • Provokateure und Beamte, egal ob in Uniform oder zivil, haben in der Demo nichts zu suchen. Bitte bleibt immer besonnen und achtet darauf, was direkt neben euch geschieht.
  • Mit Fahrrädern bitte am Ende der Demo laufen, damit niemand darüber stolpert.
  • Kein Alkohol oder andere Drogen, laut Auflagen auch keine Glasflaschen, Hunde und (Passiv-) Bewaffnung.

Nicht vergessen: Bei Problemen aller Art helfen euch die Ordner*innen.

Weitere Informationen hier

Zum Aufruf hier

Redaktion TolSax

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