25.09. | Fachtag „Medien und Geschlecht – Vielfalt im digitalen Raum“ | Dresden

09:00 – 16:30 Zentralbibliothek Dresden, Schloßstraße 2

Digitale Medien sind für junge Menschen weit mehr als nur ein Zeitvertreib, sondern wesentlicher Teil ihrer Lebenswelt. Sie nehmen eine bedeutende Rolle für die Identifikation, Identitätsentwicklung wie auch Sozialisation ein und bieten die Möglichkeit, sich schnell zu vernetzen, zu informieren, Musik zu hören, Bilder zu teilen und mit Freund*innen zu kommunizieren. Für die einen eröffnen sich damit Räume für neue Formen von Teilhabe, Austausch und Willensbildung. Für andere entstehen neue Barrieren, Ausgrenzung oder das Gefühl von Unsicherheit oder sogar Bedrohungserfahrungen.

Mädchen* und Jungen* nutzen digitale Medien teils ähnlich, teilweise aber auch sehr unterschiedlich, ebenso werden sie von Medien unterschiedlich adressiert – hinsichtlich der Inhalte, aber auch in der Art der Ansprache. All das hat Auswirkungen auf die Lebensentwürfe, Sexualität, Rollenbilder sowie gesellschaftlichen Möglichkeiten von Mädchen* und Jungen*. Digitale Medien bewirken auch eine erhebliche Veränderung sozialer Beziehungen und beeinflussen damit ebenfalls die pädagogische Praxis in der Kinder- und Jugendhilfe.

Dieser Fachtag möchte Impulse für Fachkräfte der Jugendhilfe geben, um sich mit Herausforderungen und Chancen der Mediennutzung von Mädchen* und Jungen* auseinanderzusetzen. Die Veranstaltung bietet Raum für Vernetzung, Diskussion und mediale Erprobung.

Aufbauend auf die Fachveranstaltung „Kinder + Jugendliche, Medien und Geschlecht“ vom 5. Februar 2019 möchten wir Sie zu einer Fortsetzung einladen und freuen uns auf eine interessante Veranstaltung mit Ihnen!

Adressat*innen des Fachtages sind Fachkräfte der Jugendhilfe sowie soziokultureller Einrichtungen und Projekte.

Der Fachtag wird veranstaltet von der Gleichstellungsbeauftragten der Landeshauptstadt Dresden, dem Gerede – homo, bi & trans e. V., der Fach- und Koordinierungsstelle für die Arbeit mit Mädchen* und jungen Frauen* Dresden sowie der Fachstelle Jungen- und Männerarbeit Dresden und dem Netzwerk Medienbildung Dresden sowie vom Medienkulturzentrum Dresden / SAEK1 Dresden. Er wird gefördert vom Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden und finanziert aus den Mitteln der veranstaltenden Einrichtungen.

Vorträge

Input: Michael Drogand-Strud (Vorstand der BAG Jungenarbeit und LAG Jungenarbeit NRW): „Kulturelle Bearbeitung & Selbstpräsentation von Genderthemen im Netz“

Output

Dr. Maya Götz (Leiterin des Internationalen Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen IZI): „Schön, stark, perfekt und superschlank. Mädchen- und Frauenbilder in den Medien und ihre Bedeutung für Kinder und Jugendliche“

Workshops

  • Michael Drogand-Strud: „Videos, Texte, Audios – mit Genderbeiträgen von Jugendlichen mit Jugendlichen & Fachkräften“
  • Ulla Heinrich (Kulturpädagogin und Kulturvermittlerin, Kuratorin des Festivals dgtl fmnsm, Geschäftsführerin des MISSY MAGAZINE – feministisches Magazin für Pop, Politik und Kultur): „Jugendliche Selbstinszenierung & Identität_en in den Sozialen Medien – Analyse & Ansätze für eine tech-positive pädagogische Praxis“
  • Katja Röckl (Hörfunk- und Projektwerkstatt Leipzig e. V.): „Geschlechtsspezifische Medienarbeit mit Mädchen* zwischen Mainstream & Selbermachen“
  • Antje Meichsner (freiberufliche Kulturarbeiterin und Autorin): „Den Körper wegretuschieren – Ein-blicke in die (De-)Konstruktion von Geschlechterbildern durch Fotobearbeitungsworkshops mit Kindern und Jugendlichen“
  • Julian Kasten & Tobias Petruschke (Medienzirkus Leipzig e. V.): „Generation Porno? Sexualisierung und Sexismus in Online-Medien“
  • Robert Lejeune (meinTestgelände): Erstellung Filmclip
  • Kristin Stritzke-Wrubel (Social Web macht Schule): Gender & Cybermobbing – Erfahrungen. Austausch. Methoden

Teilnahmebetrag und Anmeldung

Teilnahmebeitrag: 65 Euro inkl. Verpflegung
Anmeldung: Per E-Mail unter Angabe von Name, Institution und Anschrift an medienundgeschlecht@posteo.de

Gerede e.V., Respekt beginnt im Kopf!

Gerede e.V. ist ein Verein in Dresden, der sich schon seit Anfang der 80er Jahre mit der Thematik der Homo-, Bi-, und Transsexualität auseinandersetzt und sich im Rahmen einer umfassenden Beratungs-, Bildungs-, Begegnungs-, und Kulturarbeit engagiert. Angebote des Gerede e.V. richten sich vorwiegend an Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen Identität in Konflikt mit der Gesellschaft und in Folge dessen mit sich selbst geraten.