28.-30.10. | Tagung: Im Osten was Neues? | Mittweida

16:00 Uhr | Hochschule Mittweida

Autor_innen: Forschungsprojekt „30 Jahre Deutsche Einheit: Migrantische Perspektiven auf den Wiedervereinigungsprozess in Ostdeutschland“

„Im Osten Was Neues? Intersektionale- Migrantische- BIPoC Perspektiven auf 30 Jahre (Wieder-) Vereinigungsprozess in Ostdeutschland“

das wieder vereinigte deutschland
feiert sich wieder 1990
ohne immigrantInnen flüchtlinge jüdische
und schwarze menschen
es feiert im intimen kreis
es feiert in weiß
doch es ist ein blues in schwarz-weiß

(aus: blues in schwarz weiss von May Ayim, 1990)

Vor 30 Jahren schrieb die schwarze Lyrikerin und Aktivistin May Ayim diese Gedanken über die deutsche Einheit und den Vereinigungsprozess.
Inspiriert von Ayim’s blues in schwarz-weiß soll unsere Tagung „Im Osten was Neues? Intersektionale-Migrantische- BIPoC Perspektiven auf 30 Jahre (Wieder-) Vereinigung“ einen Reflexions- und Gestaltungsraum für Menschen initiieren, die in den dominanten, normativen, oft linearen Erinnerungs- und Transformationsnarrationen an dreißig Jahre deutsch- deutsche Vereinigung oft unsichtbar geblieben sind.

Die Tagung steht in Verbindung mit unserem Forschungsprojekt „30 Jahre Deutsche Einheit: Migrantische Perspektiven auf den Wiedervereinigungsprozess in Ostdeutschland“ und findet vom 28.-30. Oktober 2020 an der Hochschule Mittweida statt.

Als Tagungsort steht die sächsische Kreisstadt Mittweida symbolisch für viele ostdeutsche Klein- und Großstädte mit Migrationserbe. Über die migrantischen Kleingewerbe im Stadtbild lassen sich beispielweise Verbindungen zu Geschichten migrantischer Vertragsarbeit in der DDR, wie in der VEB Baumwollspinnerei Mittweida, stricken (vgl. Webdokumentation Bruderland). Gleichzeitig stecken hinter den Fassaden der Stadt auch widerständige Ereignisse. So trafen sich zum Beispiel im Mai 1989 vietnamesische Vertragsarbeiter*innen aus der ganzen DDR in Mittweida, um gegen die Exportbeschränkungen nach Vietnam vorzugehen (vgl. MacCon Uladh 2015: 133).

Geschichte(n) und Ereignisse wie diese fanden nach der Wende kein Ende. Vielmehr zeigten sie über die Transformationszeit bis heute Kontinuitäten, aber auch Brüche.

In diesem Sinne laden wir Sie herzlichst ein mit uns auf der Tagung gemeinsam intersektional und widerständig zu erzählen, zu erinnern, zu lernen und zu gestalten.

Tagungsprogramm

Anmeldung (Anmeldefrist ist Sonntag, der 18. Oktober 2020)

Externer Veranstaltungshinweis

Die Tagung unterstützt als externe Veranstaltung die Reihe „Tage der jüdisch- muslimischen Leitkultur (TDJML)“ vom 03. Oktober bis 09. November 2020. www.tdjml.org

Weitere Informationen hier

Und hier

Download des Progamms hier (PDF)

Redaktion TolSax

Ihr möchtet das Netzwerk über Eure Projekte, Termine, Analysen oder Materialien informieren? Schickt uns Eure Infos!