30.10. | Was zu tun ist – Für mutigen politischen Protest | Dresden

19:00 Kleines Haus, KH3, Glacisstraße 28, Dresden

Welche Wirkung können wir mit politischen, zivilgesellschaftlichen Protestformen erreichen? Welches Verhältnis zwischen Protest und Demokratie wird dabei erkennbar? Das Peng!-Kollektiv nutzt subversive Aktionsformen für mediale Interventionen im öffentlichen Diskurs. Mit Kommunikationsguerilla, Hacking und zivilem Ungehorsam entwickeln sie medienwirksame Kampagnen und arbeiten dabei zu Themen wie Flucht, Überwachung, sozialer Ungerechtigkeit und Polizeigewalt. In den letzten sechs Jahren haben sie unter anderem einen Aussteigerverein für Geheimdienstmitarbeiter*innen gegründet, eine Pressekonferenz im Namen von Vattenfall gehalten, eine Stimmentauschbörse für Menschen ohne Wahlrecht gestartet und bundesweit zu Diebstahl in Supermärkten aufgerufen. Für ihre Kampagne zu deutschen Waffenexporten erhielten sie 2018 den Aachener Friedenspreis.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe WAS ZU TUN IST sprechen wir am 30. Oktober 2019 ab 19 Uhr in Dresden (Kleines Haus, KH3, Glacisstraße 28) über mutigen politischen Protest. Gemeinsam wollen wir über neue Protestformen sprechen und wie Zivilgesellschaft zu neuen und gewagten Aktionsformen ermutigt werden kann.

Ronny Sommer hat 2013 das Peng!-Kollektiv mitgegründet und spezialisiert sich seitdem auf politische Medienhacks zwischen Aktivismus und Kunst. Er ist Designer, Entwickler, Medientaktiker und Campaigner.
 

Die Reihe WAS ZU TUN IST ist eine Kooperation zwischen den Professuren für Politische Theorie und Ideengeschichte und der für Didaktik der politischen Bildung an der TU Dresden, dem Zentrum für Integrationsstudien der TU Dresden, dem Staatsschauspiel und Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen. Studierende können sich die Veranstaltung durch einen Teilnahmeschein und eine Klausur für das Aqua-Modul anrechnen lassen.

Mehr Informationen

Weiterdenken - Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen e.V

Wir organisieren politische Bildung für Erwachsene in Sachsen - mit Seminaren, Workshops, Vorträgen, Ausstellungen, Publikationen, Lesungen und künstlerische Annäherungen an politische Themen.