JoDDiD-Policy Paper: Was jetzt zu tun ist in der außerschulischen politischen Bildung!

Autor_innen: John-Dewey-Forschungsstelle für die Didaktik der Demokratie
Ein JoDDiD-Policy Paper zu politischen Handlungsbedarfen in der demokratischen Bildungsarbeit
von Stefan Breuer und David Jugel
Download: Das Policy Paper kann hier als PDF heruntergeladen werden.
Außerschulische politische Bildung schafft demokratische Lern-, Aushandlungs- und Erfahrungsräume jenseits curricularer Vorgaben. Gleichzeitig steht sie unter erheblichem Druck: Von ihr wird erwartet, demokratische Werte zu stärken, gesellschaftliche Konflikte zu moderieren, Teilhabe zu fördern und auf antidemokratische Entwicklungen zu reagieren – oft jedoch unter strukturell unzureichenden Bedingungen.
Vor diesem Hintergrund bündelt das Policy Paper zentrale Befunde aus den vier bisher veröffentlichten JoDDiD-Studien zur außerschulischen politischen Bildung und übersetzt sie in politische Handlungsbedarfe. Es richtet sich an Staatsregierung, Landtag und weitere politische Akteur*innen und zeigt auf, welche strukturellen Voraussetzungen jetzt geschaffen werden müssen, damit demokratische Bildungsarbeit verlässlich, wirksam und zukunftsfähig arbeiten kann.
Zentrale Handlungsfelder
Das Policy Paper benennt vier eng miteinander verbundene Handlungsfelder:
- Qualifikations- und Professionalisierungsangebote ausbauen
Außerschulische politische Bildung braucht systematische Qualifizierungswege, verlässliche Weiterbildungsstrukturen und bessere Rahmenbedingungen für fachliche Reflexion, Vernetzung und Professionalisierung. - Finanzierung und Förderung demokratischer Bildung verbessern
Nötig sind längere und verlässlichere Förderzeiträume, weniger Bürokratie, bessere Arbeitsbedingungen sowie eine Förderlogik, die Beziehungsarbeit, lokale Verankerung und langfristige Wirkung realistisch berücksichtigt. - Wirkung und Nachhaltigkeit demokratischer Bildung sichern
Demokratische Bildungsarbeit braucht realistische, feldangemessene Wirklogiken, eine konstruktive Evaluationskultur und politische Rahmenbedingungen, die nachhaltige Entwicklung statt kurzfristiger Projektlogik ermöglichen. - Antidemokratischen Entwicklungen entgegenwirken und politische Bildungsarbeit schützen
Projekte und Fachkräfte brauchen politischen Rückhalt, Schutzstrukturen, Unterstützung im Umgang mit Angriffen sowie spezifische Qualifizierungsangebote für die Bearbeitung antidemokratischer Positionen und Konflikte.
Anliegen des Policy Papers
Das Policy Paper versteht sich als Impuls für eine sachorientierte politische Debatte über die Zukunft außerschulischer politischer Bildung in Sachsen. Es macht deutlich: Demokratiefördernde Bildungsarbeit ist gesellschaftlich unverzichtbar, kann ihre Wirkung jedoch nur dann entfalten, wenn politische Verantwortungsträger*innen sie nicht nur programmatisch unterstützen, sondern auch strukturell absichern.
Download: Das Policy Paper kann hier als PDF heruntergeladen werden..
