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Tolerantes Sachsen
 
02.07.2018

TolSax Konkret | Die Grenzen der Toleranz | 01.09.2018 Mittweida

Warum wir nicht mit Antidemokrat_innen reden müssen


TolSax Konkret des Netzwerkes Tolerantes Sachsen
in Kooperation mit der Hochschule Mittweida | Fakultät Soziale Arbeit und

Weiterdenken-Heinricht Böll Stiftung Sachsen

 

Samstag, 1. September 2018 | 10:00 - 16:00 Uhr | Mittweida

 

 

Auf vielfältigen Ebenen platzieren rechte, antidemokratische Akteur_innen derzeit ihre Themen und Forderungen im politischen Diskurs. Mit ressentimentgeleiteten Narrativen schüren sie Ängste, um anschließend ihr völkisch-nationalistisches Programm als „Rettung“ zu inszenieren. Unter Berufung auf das Grundrecht der freien Meinungsäußerung versuchen sie, jegliche Kritik an rassistischen und anderen diskriminierenden Äußerungen und Handlungen als antidemokratisch zurückzuweisen.


Mit solchen Vorwürfen sind zunehmend auch zivilgesellschaftliche Organisationen in Sachsen konfrontiert. Um angemessen darauf reagieren zu können, braucht es eine Verständigung über die Grundsätze und Prinzipien der freiheitlichen Demokratie. Im Sinne einer streitbaren Demokratie beinhaltet dies auch die Frage nach den Grenzen der Toleranz und dem Umgang mit den Gegner_innen der offenen Gesellschaft.



Der Fachtag des Netzwerks Tolerantes Sachsen bietet im Vorfeld der Kommunal- und Landtagswahlen 2019 einen Rahmen zur Auseinandersetzung mit diesen Fragen. Nach einem Einführungsvortrag setzen sich die Teilnehmer_innen in drei parallelen Workshops mit antidemokratischen Argumentationsmustern und Kommunikationsstrategien zu den Themen Meinungsfreiheit, Menschenwürde und Demokratieverständnis auseinander. Dabei werden Argumente für die Verteidigung dieser Werte und gegen ihre Umdeutungen entwickelt.

 

Zum Programm | Zum Programm farbsparend

 



ZIELGRUPPE


Der Fachtag richtet sich insbesondere an zivilgesellschaftliche Initiativen und Organisationen sowie an interessierte Einzelpersonen, die sich in Sachsen haupt- und ehrenamtlich für ein weltoffenes, diskriminierungsfreies und an den Menschenrechten orientiertes Zusammenleben einsetzen.

 



ANMELDUNG


Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Wir bitten um eine Anmeldung per E-Mail an buero@tolerantes-sachsen.de oder unter der Telefonnummer 0177 466 06 51.

 



PROGRAMM

Tagesmoderation: Prof. Dr. Christoph Meyer | Hochschule Mittweida,

Fakultät Soziale Arbeit

 

10 Uhr

Ankunft und Anmeldung


10:15 Uhr Begrüßung durch Vertreter_innen des Sprecher_innenrats des Netzwerks Tolerantes Sachsen und der Hochschule Mittweida

10:30 Uhr

Einführungsvortrag

Meinungsdiktatur? PC-Diktatur? Lügenpresse?

Prof. Dr. Christoph Kopke | Hochschule für Wirtschaft und Recht, HWR Berlin


Die Angriffe der Antidemokrat_innen auf Demokratie und Meinungsfreiheit laufen oft unter der Behauptung, es handele sich bei den entsprechenden Interven-tionen von rechts um legitimen „Widerstand“ gegen angeblich bestehende „Denkverbote“, „political correctness“, „Tabus“ und „Meinungsdiktatur“…

Wie ist dieser Argumentation zu begegnen? Und warum muss unsere Toleranz Grenzen haben?                

Prof. Dr. Christoph Kopke lehrt Politikwissenschaft und Soziologie am Fachbereich Polizei und Sicherheits-management der Hochschule für Wirtschaft und Recht, Berlin.

Anschließend Gelegenheit für Nachfragen und Statements aus dem Publikum.

 

12:00 Uhr

Mittagsimbiss


13:00 Uhr Moderierte Workshops mit Input:

Meinungsfreiheit
Prof. Dr. Christoph Kopke |
Hochschule für Wirtschaft und Recht, Berlin

Was beinhaltet das Grundrecht auf freie Meinungs-äußerung? Welchen Schranken unterliegt es? Und wie kann der Instrumentalisierung der Meinungsfreiheit durch antidemokratische Akteur_innen begegnet werden?



Nicht ohne meine Würde
Hannah Eitel | Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen

Was heißen Würde und Gleichheit für uns? Was bedeuten diese Begriffe rechtlich? Wie verletzt die AfD das Recht auf Würde und Gleichheit? Wie inszeniert die Partei sich als Kämpferin gegen Diskriminierung? Was sind Argumente dagegen? Und darüber hinaus: Was ist eine Politik der Würde und Gleichheit?



Demokratieverständnis
Dr. Robert Feustel | Friedrich-Schiller-Universität Jena – Institut für Soziologie

Was verstehen Antidemokrat_innen unter Demokratie? Welche Rolle spielt der Slogan „Wir sind das Volk“ in ihrer Argumentation? Was sind die Chancen und Gefahren der Forderung nach (mehr) direkter Demokratie?


15:30 Uhr Zusammenfassung und Ausklang

16:00 Uhr

Ende der Veranstaltung

 

 




 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ANTIDISKIMINIERUNGSREGEL

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechten Parteien oder Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen. Veranstalter ist das Netzwerk Tolerantes Sachsen, vertreten durch die Sprecher_innen-Gruppe.

 

 

 

VERANSTALTUNGSORT


Hochschule Mittweida | Zentrum für Medien und Soziale Arbeit | Bahnhofstraße 15, Haus 39 | 09648 Mittweida

Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich. Wenden Sie sich bei Rückfragen gerne an die Koordination.

Parkmöglichkeiten sind direkt an der Hochschule Mittweida vorhanden.

Bei Fragen zur Anreise, Reisegruppen und Fahrtkosten wenden Sie sich an die Koordination des Netzwerks Tolerantes Sachsen.

 

 

KONTAKT


Förderverein Tolerantes Sachsen e.V.
Koordination
Frank Schubert

Domplatz 5
04808 Wurzen
Tel:  03425 82 999 59
Mobil: 0177 466 06 51

E-Mail: buero@tolerantes-sachsen.de
Internet: https://www.tolerantes-sachsen.de

 

 

TOLSAX KONKRET


Eine Veranstaltung des Netzwerks Tolerantes Sachsen in Kooperation mit Hochschule Mittweida - Fakultät Soziale Arbeit und Weiterdenken - Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen.

 

 

 

 

 

 

 

Das Projekt wird gefördert von der Sebastian Cobler Stiftung für Bürgerrechte sowie vom sächsischen Landesprogramm „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“.

 

 




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Zum Netzwerk

Das Netzwerk Tolerantes Sachsen ist eine Plattform von etwa 100 sächsischen Initiativen, Vereinen und Organisationen, die sich für die Förderung demokratischer Kultur und vielfältige Lebensweisen sowie gegen Einstellungen der Ungleichwertigkeit, Antisemitismus und Rassismus einsetzen. Auf dieser Plattform finden Sie Analysen, Materialien und Projekte unserer Mitglieder für die demokratische Bildungsarbeit.

 


Über uns | Mitglied werden
 
Ansprechpartner
Förderverein Tolerantes Sachsen e.V.
Domplatz 5
04808 Wurzen

Annegret Ode
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Koordination
Telefon: 0178 5445807
E-Mail: koordination[at]tolerantes-sachsen.de

Frank Schubert
Mitglieder und Veranstaltungen
Telefon: 03425 82 999 59
Mobil: 0177 466 06 51
E-Mail: buero[at]tolerantes- sachsen.de
 
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