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Am 26. Mai 2019 stehen in Sachsen die Kommunalwahlen an. Es ist wahrscheinlich, dass sich die Mehrheitsverhältnisse in den Stadträten und Kreistagen dann ändern und der Rechtsruck in diesen Gremien noch deutlicher wird. Bereits jetzt gibt es Versuche, die Arbeit demokratiefördernder Initiativen und Vereine zu erschweren, gar zu verhindern. #wannwennnichtjetzt ist es Zeit für gegenseitige Solidarität! Dafür plädiert unsere Sprecherin Sophie Spitzner in unserem TolSax-Update. Mehr Neuigkeiten von unseren Mitgliedern, Fördertipps und Veranstaltungen findet Ihr im Newsletter April.

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Begrüßung der Sprecherin Sophie Spitzner vom Treibhaus e.V.

Liebe Engagierte,

in unserem Netzwerk engagieren sich aktuell etwa 100 Vereine und Initiativen. In den letzten Monaten wurden viele neue Partner_innen gewonnen und das Netzwerk wächst. Das ist ein starkes und wichtiges Signal, gerade auch für die anstehenden Wahlen in Sachsen. Es gibt in Sachsen viele Menschen, die für eine offene und solidarische Gesellschaft streiten und demokratische, menschenrechtsorientierte Grundwerte verteidigen. Dies lässt ein Stück Optimismus mit Blick auf die Zukunft zu.

Nichtsdestotrotz betrachte ich die anstehende Kommunalwahl mit großer Sorge. Ein großer Teil der Initiativen und Vereine des Netzwerkes ist von kommunalen Fördergeldern abhängig. Diese Gelder sind für die inhaltliche Arbeit und die aufgebauten Strukturen existentiell. Es ist wahrscheinlich, dass sich die Mehrheitsverhältnisse in den Stadträten und Kreistagen nach der Wahl am 26. Mai 2019 ändern und der Rechtsruck in diesen Gremien noch deutlicher wird. Bereits jetzt gibt es Versuche, die Arbeit demokratiefördernder Initiativen und Vereine zu erschweren, gar zu verhindern. Diese Entwicklung wird den Kampf um die sowieso schon knappen Fördergelder verschärfen. Deswegen wird es in Zukunft umso wichtiger sein, dem Konkurrenzdruck um Fördergelder nicht nachzugeben. Zeigen wir uns solidarisch mit anderen Vereinen und Initiativen, die sich ebenfalls wie wir, für eine emanzipatorische und gerechtere Gesellschaft einsetzen.

Das Netzwerk Tolerantes Sachsen ist dabei ein wichtiger Partner. Hier können wir Kräfte und Engagement bündeln, um dadurch wirkmächtiger zu sein. #wannwennnichtjetzt ist es Zeit für gegenseitige Solidarität. Denken wir nicht, es ginge uns nichts an, so lange wir nicht betroffen sind! Unterstützen und stärken wir die Menschen, die politisch und finanziell unter Druck geraten, diffamiert werden und an ihrer Arbeit gehindert werden sollen!

Wer Solidarität oder praktischen Support benötigt, erfahrt Ihr auf unserer neuen Info-Plattform unter „Unterstützen“. Derzeit betrifft es u.a. das Dorf der Jugend und den Sächsischen Flüchtlingsrat. Und wenn Eure Initiative selbst Hilfe aus dem Netzwerk braucht, informiert unsere Koordination.

Wie gegenseitiger Support aussehen kann, beweist ein tolles Angebot vom plus humanité e.V. Der Verein würde bei Euch vor Ort einen Tages-Workshop zur Vereinsbuchhaltung anbieten – mal abseits der großen Städte – und fragt nach Eurem Bedarf. Mehr Neuigkeiten von unseren Mitgliedern, Fördertipps und Veranstaltungen findet Ihr im Newsletter April. Viel Spaß beim Entdecken!

Sophie Spitzner vom Treibhaus e.V. Döbeln
Sprecherin Netzwerk Tolerantes Sachsen

Anmerkung: Die Einleitung spiegelt nicht die Meinung des Netzwerkes oder des Sprecher_innenrates wieder, sondern einzig der Verfasser_innen.

Redaktion TolSax

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