Fachtag: Außerschulische Bildung in aufgeheizten Zeiten – Zivilgesellschaft stärken in der (Klima-)Krise | Chemnitz
Wie bleiben wir im Gespräch, wenn die Stimmung kippt?
Wie können wir über Klima, Demokratie und Zusammenhalt reden, auch dort, wo Misstrauen herrscht und politische Bildung Hürden überwinden muss?
Die Debatten sind geprägt von Zuversicht und Aktivismus auf der einen und Unsicherheit, Überforderung, Wut auf der anderen Seite. Und sie sind beeinflusst von gefährlichen Akteur*innen, die Unsicherheiten nutzen, um gezielt gegen dringend notwendige Klimaschutzmaßnahmen mobil zu machen.
Wir brauchen Orte an denen wir uns über Strategien und Methoden austauschen können, um mehr Menschen für diese Themen zu erreichen. Das Kulturbüro Sachsen lädt deshalb zum Fachtag „Außerschulische Bildung in aufgeheizten Zeiten – Zivilgesellschaft stärken in der (Klima-)Krise“.
Die Klimakrise ist längst nicht mehr nur eine ökologische Herausforderung. Sie stellt auch unsere Demokratie auf die Probe.
Wir fragen gemeinsam:
Wie geben politische Bildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung in Krisenzeiten Orientierung, stärken Handlungssicherheit und öffnen Räume für Beteiligung?
Wie gelingt das besonders in ländlichen Regionen?Wie lässt sich Wissenschaftsfeindlichkeit und Rechtspopulismus sinnvoll begegnen?
Zielgruppe
Akteur*innen der außerschulischen Bildung, politischen Bildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung und Zivilgesellschaft, die sich zu den Themen Klimawandel und Nachhaltigkeit engagiert und für eine demokratische Kultur arbeitet.
Workshops
In den Workshops werden wir uns mit folgenden Leitfragen auseinandersetzen:
- Wie gewinnen wir Menschen für Klimathemen?
- Welche Methoden sind sinnvoll und passend?
- Welche Best-Practice-Beispiele inspirieren? Jeder kann eigene Ansätze einbringen.
Workshop 1: Klima- und Rohstoffgerechtigkeit – Methoden, die globale Perspektiven für lokale Arbeit vermitteln – Dr. Diana Ayeh und Henriette Rutjes (Leipzig)
Dr. Diana Ayeh und Henriette Rutjes verknüpfen mittels forschungsbasierten Bildungsformaten die Themen Beteiligung und Gerechtigkeit im globalen Rohstoffsektor. Sie nutzen dialogorientierte Formate mit greifbaren Fallbeispielen zu Lithium- und Kupferbergbau in Westafrika, Südamerika und Sachsen. Im Workshop zeigen sie:
- Wie kann das Thema Lithium- und Kupferbergbau in Westafrika, Südamerika und Sachsen dialogorientiert und greifbar besprochen werden?
- Wie macht man Konfliktlinien spielerisch sichtbar und fördert sachlichen Austausch?
- Wie sensibilisiert man Menschen für Themen die zunächst „weit weg“ erscheinen?
Workshop 2: Klimawandel und Demokratie – Anja Thiele, Kulturbüro Sachsen e.V. (Leipzig)
Die Methode des Adam-Instituts Jerusalem, oft bekannt als „Betzavta“ (hebräisch „Miteinander“), fördert demokratische Aushandlungsprozesse in vielfältigen Gruppen. Angewandt auf Klimawandel-Themen fragen wir uns:
- Wie entsteht Aushandlung und Verständigung trotz unterschiedlicher Bedarfe und Bedürfnisse?
- Mit welchen Regeln können Werte wie Freiheit und Fairness in der Klimakrise bewahrt werden?
- Wie kann mit der Methode des ADAM-Instituts Jerusalem („Betzavta“) zum Thema gearbeitet werden?
Workshop 3: Bildung für nachhaltige Entwicklung-Praxis aus Freiberg und Görlitz im Dialog – Moderiertes Gespräch mit Christian Mädler (Freiberg) und Ulrike Kauf (Görlitz)
Christian Mädler arbeitet im Projekt „Weltoffen, solidarisch, dialogisch“ in Freiberg und führt Dialoge über politische Gräben hinweg, u.a. bei Sustainable Development Goals-Stadtführungen, Nachhaltigkeitsmärkten und ist einer der Gründer von Freiberg klimaneutral. Ulrike Kauf entwickelt als EineWelt-Regionalpromotorin verschiedene Angebote im Themenfeld Bildung für nachhaltige Entwicklung /Globales Lernen. Diese reichen von Workshops über einen lokalen Arbeitskreis „Görlitz nachhaltig“ bis zur Wanderausstellung „Tuchfühlung im transportablen Kleiderschrank“. Beide berichten in einem moderierten Gespräch:
- Wie webt sich Klimaschutz in die kommunale Praxis ein?
- Welche Methoden überzeugen, was klappt wirklich?
- Wie kann man das lokale Engagement für Klimaschutz erhöhen?
- Was gestaltet sich schwierig?
Workshop 4: Gelingende Kommunikation über Klimakrise und Klimagerechtigkeit – Vince von Gynz-Rekowski (Kulturbüro Sachsen e.V.)
- Was macht gute und wirksame Klimakommunikation aus?
- Wo ist es wichtig klare Grenzen zu setzen?
- Wie können wir uns klar, aber konstruktiv positionieren?
Weitere Informationen
Mit Essen und Getränke werden Sie umfassend versorgt. Teilnahmezertifikate sind auf Anfrage möglich.
Wir freuen uns, Sie zu begrüßen und mit Ihnen an diesen drängenden Fragen zu arbeiten!
Termine:
Donnerstag, 11.06.26 | 10:00-16:15 Uhr
Ort: Weltecho, Annaberger Straße 24, 09111 Chemnitz
Anmeldung per E-Mail an veranstaltung@kulturbuero-sachsen.de
Die Veranstaltung ist dank Förderung kostenfrei.
