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05.04. | Projektmitarbeiter_in | Torgau

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Autor_innen: Stiftung Sächsische Gedenkstätten

Die Stiftung Sächsische Gedenkstätten zur Erinnerung an die Opfer politischer Gewaltherrschaft sucht für ihren Erinnerungsort Torgau ab dem 1. Juli 2026 befristet bis zum 30. Juni 2028 eine/n PROJEKTMITARBEITER/IN (d/m/w) für das Jugendbildungsprojekt „Jugendliche in der DDR zwischen politischer Haft und Flucht. Das DDR-Jugendgefängnis in Torgau und das Notaufnahmelager für geflüchtete Jugendliche in Sandbostel“. Das Projekt wird von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur im Rahmen des Bundesprogramms „Jugend erinnert“ gefördert.

Im Mittelpunkt des länderübergreifenden Projekts stehen die Biografien junger Menschen in der DDR, die aus politischen Gründen inhaftiert wurden und/oder die sich zur Flucht aus der DDR entschlossen. Dafür nimmt das Projekt die Geschichte des DDR-Jugendgefängnisses in Torgau und des Notaufnahmelagers für geflüchtete Jugendliche aus der DDR in Sandbostel in Niedersachsen in den Blick. An dem Projekt nehmen Jugendliche aus Ost- und Westdeutschland teil (Schulklassen). Sie lernen die politische Haft als Repressionsinstrument der SED-Diktatur gegen politisch andersdenkende Jugendliche kennen. Gleichzeitig setzen sie sich mit den Erfahrungen der Flucht, der Ankunft und der Aufnahme der geflüchteten Jugendlichen im Westen auseinander. Gespräche mit Zeitzeugen und Zeitzeuginnen sind von großer Bedeutung.

Zentral sind mehrere gemeinsame einwöchige Workshops der Jugendlichen in den Gedenkstätten in Torgau und Sandbostel. Bedeutendes Ergebnis ist eine Wanderausstellung mit pädagogischem Arbeitsmaterial. Sie wird partizipativ mit Jugendlichen erstellt. 

Ihre Aufgaben sind insbesondere:

  • Konzeption, Koordinierung, Organisation und eigenständige Durchführung der geplanten Austausch-Workshops mit den teilnehmenden Gruppen
  • Erstellung von Begleit- und Arbeitsmaterialien für die Workshops
  • Zusammenarbeit mit Lehrkräften und anderen Kooperationspartnern
  • Erarbeitung der Wanderausstellung gemeinsam mit Jugendlichen: Drehbuch- und Texterstellung, Abklärung der Veröffentlichungsrechte
  • Erarbeitung des pädagogischen Begleitmaterials zur Ausstellung
  • Recherchen nach weiteren Zeitzeuginnen und Zeitzeugen und Verfertigung von Kurzbiografien für den Zeitzeugenpool
  • Betreuung der Öffentlichkeitsarbeit für das Projekt: Pressemeldungen, Website, Social Media, Flyer etc.
  • Entwicklung und Umsetzung der Evaluation, Dokumentation und Auswertung des Projektes


Einstellungsvoraussetzungen:

  • ein abgeschlossenes Studium der (Museums-)Pädagogik, Public History oder einer vergleichbaren Fachrichtung 
  • Kenntnisse der Geschichte der SBZ und der DDR 
  • umfangreiche Erfahrungen in Projektarbeit mit Jugendlichen
  • praktische Erfahrungen in der Konzeption und Durchführung von Bildungsangeboten und weiteren Vermittlungsformaten sowie in der Öffentlichkeitsarbeit 
  • Erfahrungen im Umgang mit digitalen Medien 
  • Bereitschaft zu reisen
  • persönliches Engagement, sicheres Auftreten, organisatorisches Geschick, hohe Belastbarkeit, eine selbstständige Arbeitsweise bei gleichzeitig ausgeprägter Teamfähigkeit, sehr gute sprachliche Kompetenzen in Wort und Schrift

Wir bieten:

  • einen spannenden Arbeitsplatz in einer gesellschaftlich relevanten Institution
  • Vergütung nach dem Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) mit allen Vorteilen der Tarifmitgliedschaft einschließlich Jahressonderzahlung
  • eine betriebliche Altersvorsorge (VBL)
  • Jobticket
  • flexible Arbeitszeiten im Rahmen der geltenden Dienstvereinbarungen

Die Vergütung erfolgt in Abhängigkeit von den persönlichen Voraussetzungen in Entgeltgruppe 11 TV-L bei einer durchschnittlichen, regelmäßigen Wochenarbeitszeit von 40 Stunden (Vollzeit). Die Stelle ist bis zum 30. Juni 2028 befristet.
Der Arbeitsplatz in Torgau (PLZ 04860) ist teilzeitgeeignet. Es gelten die Bestimmungen des Tarifvertrags der Länder (TV-L) sowie des Gesetzes zur Gleichstellung von Frauen und Männern im öffentlichen Dienst. Für nachweislich schwerbehinderte oder ihnen nachweislich gleichgestellte Bewerber/-innen gelten bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung die einschlägigen Bestimmungen des SGB IX. Bewerbungs- und Fahrtkosten können leider nicht übernommen werden.

Mit Übersendung Ihrer Bewerbung willigen Sie gemäß Artikel 6 Abs. 1 Satz1 lit. a) DS-GVO ausdrücklich ein, dass Ihre mit der Bewerbung übermittelten personenbezogenen Daten durch die Stiftung Sächsische Gedenkstätten zum Zweck der Durchführung des Auswahlverfahrens verarbeitet und gespeichert werden. Eine Übermittlung Ihrer personenbezogenen Daten an Dritte zu anderen Zwecken erfolgt nicht. Sie haben das Recht, diese Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft schriftlich per E-Mail, Fax oder Briefpost zu widerrufen. Die Löschung Ihrer Daten erfolgt generell unter Berücksichtigung etwaiger gesetzlicher Aufbewahrungsfristen.

Ihre vollständigen schriftlichen Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte bis 05.04.2026 (Datum Posteingang) per E-Mail im PDF-Format an personal@stsg.de (maximale Dateigröße des Anhangs: 10 MB). Als Ansprechpartnerin für inhaltliche Rückfragen zum Aufgabenbereich steht Ihnen Frau Kohlhaas (EMail: elisabeth.kohlhaas@stsg.de) gern zur Verfügung. Organisatorische Fragen zum Bewerbungsverfahren beantwortet Ihnen Frau Antje John (Tel.: 0351 46955-46; E-Mail: antje.john@stsg.de).

Weitere Informationen

Redaktion TolSax

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