29.03. | Projektleitung | Leipzig

Autor_innen: RosaLinde Leipzig e.V.
Der RosaLinde Leipzig e.V. existiert seit 1990 und ist ein Verein für queere Bildung, Begegnung und Beratung. Unsere Angebote und Aktivitäten richten sich vor allem an lesbische, schwule, bisexuelle, trans*- und intergeschlechtliche, asexuelle/aromantische, sowie nicht-binäre und queere Personen (kurz: LSBTIANQ*). Auch Familien, An- und Zugehörige sowie Multiplikator*innen sprechen wir mit unseren Angeboten an. Der Verein arbeitet in Leipzig und in den Landkreisen Leipzig, Nord- und Mittelsachsen.
Ab dem 01.05.2026 suchen wir eine Projektleitung für das Empowermentprojekt (auf Vorbehalt aufgrund unsicherer Förderzusage). Die Stelle (25h / Woche, in Anlehnung an TV-L E9b) ist unter Vorbehalt der Förderung befristet bis zum 31.12.2026. Eine Verlängerung in Abhängigkeit von der Weiterfinanzierung ist
angestrebt. Dienstort ist Leipzig.
Das Projekt
Das Empowermentprojekt richtet sich an queere (LSBTIANQ*) Personen in Leipzig und Umgebung, die mehrfach Diskriminierung erleben und neben ihrer Geschlechtsidentität oder sexuellen Orientierung zusätzlich aufgrund ihrer Herkunft, Religion oder rassistischer Zuschreibungen benachteiligt werden. Unser Ziel ist es, diese Menschen individuell und gemeinsam in ihrer Selbstbehauptung zu stärken, ihre Ressourcen zur eigenen Selbstwirksamkeit zu aktivieren sowie auch ihre Sichtbarkeit und Teilhabe in öffentlichen
Räumen zu ermöglichen.Dies erfolgt über verschiedene empowermentorientierte Veranstaltungen, wöchentliche Gruppentreffen, individuelles Coaching, Workshops, Peer-to-Peer Formate, etc.
Aufgabenspektrum:
Die Hauptaufgaben liegen in den Bereichen:
(a) Koordination des Projekts
- Konzeptuelle und inhaltliche Ausgestaltung & Weiterentwicklung des Projekts
- Konzeptuelle und inhaltliche Entwicklung von empowermentorientierten Gruppenangeboten, Veranstaltungen, …
- Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von bedarfsorientierter diskriminierungssensibler Intervision, Supervision und Mediation für die Zielgruppe
(b) inhaltliche Umsetzung von Gruppenangeboten
- Organisation, Durchführung und Begleitung von Gruppenangeboten
- Organisation und Durchführung von empowermentorientierten Veranstaltungen mit Fokus auf intersektionale Diskriminierung
- Bedarfsorientierte Begleitung und Beratung der Gruppenteilnehmenden im eigenen Empowermentprozess
(c) Teilnahme an Dienstberatungen, Plena, Supervision und intersektionaler Organisationsentwicklung
- Aktive, regelmäßige Teilnahme an der Gesamtdienstberatung des Vereins
- Teilnahme an Supervisionen
- Regelmäßige Teilnahme an einer intersektionalen Organisationsentwicklung
Folgende Qualifikationen sollten vorliegen:
- Wissen um gesellschaftliche Machtverhältnisse und Lebenswirklichkeiten von LSBTIANQ* Personen mit intersektionalen Diskriminierungserfahrungen
- Wissen & Empathiefähigkeit bzgl. unterschiedlicher queerer migrantischer & geflüchteter Lebenslagen
- Hohes Maß an Flexibilität bzgl. sich ändernder Umstände und Bedarfe
- Fähigkeit zur Selbstreflexion bzgl. der eigenen Positioniertheit, verinnerlichten Diskriminierungsmustern und gesellschaftlichen Machtstrukturen
- Erfahrungen in der Projektarbeit bzw. ein hohes Maß an Lernbereitschaft bzgl. Projektkoordination und Fördermittelakquise
Wünschenswert ist:
- Identifikation mit der Zielgruppe des Projekts: queer UND geflüchtet / (post- )migrantisch/ / jüdisch / Bi_PoC (Black, indigenous, Person of Color
- Gute Kommunikationsfähigkeit in deutscher Lautsprache und bevorzugt auch in englischer und mindestens einer weiteren Lautsprache
- Sehr gute Organisations- & Koordinationsfähigkeiten, sowie Selbständigkeit
- Soziales Engagement, Ideen und Teamfähigkeit
- Hohe Belastbarkeit und Fähigkeit zur Abgrenzung
- Erfahrungen in der Community-Arbeit und ggf. Veranstaltungsorganisation
- Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen und Sprachmittler*innen
Unser Angebot:
- Arbeitsplatz im Leipziger Westen, in einem geteiltem Büro
- Entlohnung in Anlehnung an TV-L E9b in Abhängigkeit der Qualifikationen
- Hohes Maß an Flexibilität, Gestaltungsmöglichkeiten und Einbringen eigener Ideen
- Möglichkeiten für Weiterbildungen und Supervision
- Einblicke in die vielfältigen Projekte des RosaLinde Leipzig e.V.
- Möglichkeit der Teilnahme an verschiedenen Gremien
Wir bemühen uns bedarfsorientiert um barrierefreie Arbeitsplätze. Aktuelle Bedingungen können erfragt werden.
Ausdrücklich erwünscht sind Bewerbungen von LSBTIANQ* Personen, die selbst von Mehrfachdiskriminierung, also intersektional von Machtverhältnissen, betroffen sind. Besonders möchten wir auch Menschen ermutigen, die transfeminin sind und/oder Anti-Blackness erfahren und Menschen, die ihre Erfahrungen nicht (nur) in akademischen Kontexten erworben haben.
Der Verein reflektiert sich machtkritisch und wird im Prozess der intersektionalen Organisationsentwicklung extern begleitet. Die Teilnahme am Prozess ist obligatorisch.
Wir bemühen uns um Chancengerechtigkeit im Bewerbungsprozess und nutzen daher ein standardisiertes und teilweise anonymisiertes Verfahren. Bitte nutzt daher nur dieses Dokument. Zur Vereinfachung dessen freuen wir uns außerdem, wenn Bewerbungen mit möglichst wenig Rückschluss auf personenbezogene Daten formuliert sind, Abschlusszeugnisse nicht angehangen und Arbeitszeugnisse hinsichtlich Namen und
Geburtsdatum geschwärzt werden.
Für inhaltliche Fragen, meldet euch per Mail an empowerme@rosalinde-leipzig.de.
Bewerbungsunterlagen (Bewerbungsformular, relevante Anlagen) bitte gesammelt in einer PDF-Datei an:
bewerbung@rosalinde-leipzig.de
Einsendeschluss ist der 29.03.2026, Bewerbungsgespräche werden in Kalenderwoche 15 (in der Woche vom 06.04.2026) durchgeführt.
