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Pressemitteilung: Demokratische Zivilgesellschaft in Sachsen stärken – Netzwerk Tolerantes Sachsen trifft Ministerpräsident Kretschmer


Die Sprecher_innen des Netzwerks Tolerantes Sachsen mit dem sächsischen Ministerpräsident Michael Kretschmer auf der Terrasse des Netzwerks für Demokratische Kultur e.V. in Wurzen
(von links nach rechts: Ari Braun, Ludwig Henne, Michael Nattke, Andrea Hübler, Michael Kretschmer und Raimund Grafe)

Am 09. April 2026 haben sich die Sprecher_innen des Netzwerks Tolerantes Sachsen mit Ministerpräsident Michael Kretschmer in den Räumlichkeiten des Netzwerks für Demokratische Kultur e.V. in Wurzen getroffen.

Das Netzwerk Tolerantes Sachsen ist eine Plattform von mehr als 160 sächsischen Initiativen, Vereinen und Organisationen, die sich für die Förderung demokratischer Kultur und gegen Einstellungen der Ungleichwertigkeit, Antisemitismus und Rassismus einsetzen. Das Netzwerk wurde 2001 gegründet.

Im Anschluss an das Gespräch erklärte Ministerpräsident Michael Kretschmer: „Demokratie lebt vom Engagement der Bürgerinnen und Bürger. Die zahlreichen Initiativen und Projekte der Zivilgesellschaft leisten einen wichtigen Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserem Freistaat. Gerade in herausfordernden Zeiten braucht es Mut, Ausdauer und Verantwortungsbewusstsein. Dieses Engagement ist von großer Bedeutung und verdient Anerkennung und Respekt.“

Die anwesenden Sprecher_innen des Netzwerks Tolerantes Sachsen bedankten sich für den offenen und vertrauensvollen Dialog sowie das Interesse des Ministerpräsidenten an der Arbeit der zivilgesellschaftlichen Initiativen.

Zu den aktuellen Herausforderungen zählen aus Sicht des Netzwerks Tolerantes Sachsen unter anderem die seit Jahren hohen Zahlen rechtsmotivierter Angriffe und die zunehmende rechtsextreme Präsenz nicht nur im öffentlichen Raum in Sachsen. „Angriffe, Bedrohungen und Einschüchterungen nehmen seit Jahren deutlich zu. Eine extrem rechte Raumnahme entwickelt zudem ein alltägliches und diffiziles Drohpotential für alle die versuchen, dieser Normalisierung extrem rechter Haltungen und Taten etwas entgegenzusetzen. Demokratische Initiativen benötigen daher Stärkung, Schutz und stabilen Rückhalt – nicht nur, aber auch durch Förderstrukturen. Demokratieförderung ist kein freiwilliges Nice-to-have sondern eine grundlegende Investition in eine stabile, gerechte und demokratische Gesellschaft“, betont Andrea Hübler, Sprecherin des Netzwerks Tolerantes Sachsen.

Der Kampf gegen Demokratiefeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus und andere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit ist aus Sicht des Netzwerkes eine staatliche Verpflichtung, die sich aus dem Grundgesetz ableitet. Sprecherin Ari Braun unterstreicht: „Als Teil der demokratischen Zivilgesellschaft kennen wir die Herausforderungen und Bedarfe vor Ort. Wir wissen: eine kritische, vielfältige und aktive Zivilgesellschaft ist kein Luxus, sondern existenziell für eine funktionierende Demokratie.“

Kontakt für Rückfragen:
Frank Schubert | Koordination Mitglieder, Analyse und Pressekontakt
Mail: buero@tolerantes-sachsen.de
Mobil: 0177 466 06 51

Das Netzwerk Tolerantes Sachsen ist ein Zusammenschluss von mehr als 160 sächsischen Initiativen, Vereinen und Organisationen, die sich für die Förderung demokratischer Kultur und gegen Einstellungen der Ungleichwertigkeit, Antisemitismus und Rassismus einsetzen. Aktuell wird die Arbeit des Netzwerks über das Programm „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“ als Fachnetzwerk zur Stärkung zivilgesellschaftlicher Akteure der Demokratiearbeit gefördert.

Redaktion TolSax

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