Broschüre: „Kein Einzelfall – Der Mord an Patrick Thürmer“

Autor_innen: Proud to be Punk-Fanzine, Bündnis Chemnitz Nazifrei und Bon Courage e.V.

Der 17-jährige Patrick Thürmer befand sich in der Nacht vom 01. auf den 02. Oktober 1999 zusammen mit einem Freund auf dem Heimweg von einem Punk-Konzert, das im sächsischen Hohenstein-Ernstthal stattgefunden hat, als sie plötzlich aus einem Kleinbus heraus von drei Neonazis überfallen worden sind. Patrick wurde hierbei so schwer verletzt, dass er am Vormittag des 02. Oktobers 1999 im Krankenhaus verstorben ist. Diesem Überfall waren zuvor bereits schwere Angriffe dutzender Neonazis auf besagtes Konzert und seine Besucher_innen vorausgegangen.

Anlässlich des 20. Todestages Patricks Thürmers hat das Bündnis Chemnitz Nazifrei am 03. Oktober 2019 eine antifaschistische Gedenkdemonstration in Hohenstein-Ernstthal durchgeführt, an der sich rund 300 Antifaschist_innen beteiligt haben und der sich noch eine Abschlussveranstaltung im Chemnitzer „Weltecho“ angeschlossen hat.

Um die Erinnerung an Patrick, aber auch an andere Opfer rechter Gewalt aufrecht zu erhalten, hat sich im Zusammenhang mit der Gedenkdemonstration eine kleine Arbeitsgruppe herausgebildet, die die vorliegende Broschüre innerhalb eines Jahres erarbeitet hat, die nun als Kooperationsprojekt des Proud to be Punk-Fanzines, des Bündnisses Chemnitz Nazifrei und des Vereins Bon Courage e.V. in einer Auflage von 1.250 Exemplaren realisiert werden konnte.

Die Broschüre kann gegen Rückporto über folgende E-Mail-Adresse angefordert werden:

jan.sobe@t-online.de

Gern können auch gleich mehrere Broschüren zum Auslegen bzw. Weiterverteilen auf Konzerten, Veranstaltungen oder in Infoläden bestellt werden. Bitte helft uns, die Broschüre so breit wie möglich zu streuen, um das Gedenken an Patrick und weitere Opfer rechter Gewalt wach zu halten – vielen Dank für eure Unterstützung!

Bon Courage e.V.

Bon Courage e.V. ist ein Bornaer Verein, der in Form von politischer Öffentlichkeits-, Aufklärungs- und Bildungsarbeit in die Gesellschaft hineinwirken möchte, um diese für ein solidarisches, von gegenseitigem Respekt geprägtem Miteinander zu sensibilisieren. Der Schwerpunkt vieler Projekte liegt zum einen auf der Unterstützung und Beratung von Asylsuchenden und zum anderen auf der Durchführung gedenkstättenpädagogischer Bildungsangebote.