Podcast: „Gedenkstätte trifft Wissenschaft“

In der 7. Folge des Podcasts „Gedenkstätte trifft Wissenschaft“ geht es gemeinsam mit Sophie Spitzner und Stephan Conrad um 10 Jahre lokalgeschichtliche Forschung in Döbeln, erinnerungskulturelle Arbeit in Sachsen und darum, warum ihnen Bildungsfahrten zu den ehemaligen Konzentrationslagern der „Aktion Reinhardt“ besonders am Herzen liegen.

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Obermayer Awards 2022

Die Obermayer Awards wurden ins Leben gerufen, um Deutsche zu würdigen, die sich im Kontext jüdischer Geschichte und ihrer Bedeutung für die heutige Zeit in herausragender Weise engagiert haben. Ausgezeichnet werden Menschen, die das Gedenken an die jüdische Vergangenheit bewahren, sie dokumentieren und die von den Nationalsozialisten zerstörten jüdischen Gemeinden mit neuem Leben erfüllen, sowie innovative Personen und Projekte, die kreative Ansätze verfolgen, um ausgehend von den Lehren aus der Geschichte Vorurteilen und Intoleranz in der heutigen Zeit etwas entgegenzusetzen und die Verständigung zwischen verschiedenen Gruppen zu fördern. Die Auszeichnungen werden in zwei Kategorien – „Geschichte“ und „Bekämpfung von Vorurteilen“ – an deutsche (in der Regel nichtjüdische, in Deutschland lebende) Einzelpersonen bzw. deutsche Organisationen verliehen. Einreichungsschluss für Nominierungen: 31. Juli 2021 (Eingangsdatum).

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AG Geschichte ist ein Lernort des Erinnerns und Gedenkens in Sachsen

Die AG Geschichte ist einer von 46 Lernorten des Erinnerns und Gedenkens in Sachsen. In unserem Video stellen wir einige Fakten über Döbeln während der Zeit des NS dar und machen deutlich, dass eine Stadt wie Döbeln ein Lernort sein kann: Auch hier gab es Straßenschlachten, jüdisches Leben, politische Häftlinge, Zwangssterilisierungen, Zwangsarbeit. Auch hier wurden Waffen produziert und bis heute findet man Spuren von all dem.

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02.05. | Gedenkfahrt für die Opfer der Todesmärsche 1945 | Borsdorf, Gerichshain, Machern, Bennewitz, Wurzen

Mit dem jährlich stattfindenden Gedenktag soll an tausende Häftlinge erinnert werden, die von SS und Gestapo in den letzten Kriegstagen aus Leipziger und umliegenden Zwangsarbeits- und Konzentrationslagern auf lange, oft ziellose Märsche, auch durch das Muldental, gehetzt wurden. Viele überlebten die Qualen nicht, starben vor Hunger und Durst, an völliger Entkräftung und durch die Schüsse der SS-Wachen. Beginnen wird die Fahrt am Heimatmuseum in Borsdorf und über Gerichshain, Machern, Bennewitz zum Wurzener Friedhof führen. Dort wird es die Möglichkeit geben, Blumen und Gebinde an den beiden Gräbern von Zwangsarbeitern und auf den Todesmärschen umgekommenen Häftlingen niederzulegen.

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04.05.-07.05. | „Ökologisch. Demokratisch. Engagiert.“ – Deutsch-Französisches Kooperationsseminar gegen Rechtsextremismus | Online

Vom 04.-07. Mai 2021 wird der Erich-Zeigner-Haus e.V. in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Ökologische Freiwilligendienste (FÖF e.V.) und dem Büro für Hochschulkooperation der französischen Botschaft an einem zweisprachigen Seminar mitwirken, welches sich schwerpunktmäßig mit „Rechtsextremismus in Frankreich und Deutschland“ befassen soll. Bundesweite Referent:innen werden in diesem Zuge unterschiedliche Themen der politischen Bildung behandeln – so wird neben der Rhetorik von Rechtsextremist:innen und dem rechtsextremistischen Frauenbild auch die politische Dimension von Erinnerungskultur und ihre transnationale Perspektive thematisiert.

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05.05. | „Heute glaubt niemand mehr, was wir so jung erlebt und gelitten haben…“ – Zwangsarbeit im Nationalsozialismus – Herausforderungen für die historische Bildung| Online

Die Teilnehmer_innen der zweiteiligen Fortbildung erhalten Einblicke in derzeitige Forschungserkenntnisse zu Zwangsarbeit während der NS-Zeit, in lokalgeschichtliche Auseinandersetzungen mit der Thematik und lernen methodische Impulse für die Vermittlung der Thematik für pädagogische Kontexte kennen. Ein Schwerpunkt in der Fortbildung liegt dabei auf den Einsatz tschechischer Zwangsarbeiter_innen während der NS-Zeit in Sachsen. In Workshops werden Archivdokumente und Zeitzeugeninterviews für den digitalen und analogen Einsatz in der Arbeit mit Jugendlichen diskutiert und ausprobiert. Anmeldeschluss: 30. April 2021.

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10.05. | Facetten politischen Widerstandes gestern und heute. Ein Online-Studientag zum 100. Geburtstag Sophie Scholls | Online

Am 9. Mai 2021 wäre Sophie Scholl 100 Jahre alt geworden. Ihr Name und ihr Beitrag in der Weißen Rose stehen für den unerschütterlichen Glauben an Menschlichkeit, Zivilcourage und Widerstand gegen die menschenverachtende nationalsozialistische Diktatur. Ihre Überzeugung mussten Sophie Scholl und ihre Mitstreiter mit dem Leben bezahlen. Ausgehend von der Weißen Rose und kirchlichem Widerstand im Dritten Reich und in der DDR befasst sich der Studientag mit politischem Widerstand als Gegenstand in der Bildung sowie aktuellen Phänomenen von Widerstand im östlichen Europa.

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12.05. | Spätstalinistische Säuberungen. Das Beispiel des Slánský-Prozesses Buchvorstellung mit PD Dr. Jan Gerber | Ort folgt

Im November 1952 fand in Prag der letzte stalinistische Schauprozess statt, der auch große Auswirkungen auf die DDR und die anderen Staaten des Ostblocks hatte. 14 hochrangige Funktionäre des Staats- und Parteiapparats der Tschechoslowakei, darunter Rudolf Slánský, der vormalige Generalsekretär der Kommunistischen Partei, wurden beschuldigt, sich gegen die volksdemokratische Ordnung verschworen zu haben. Dr. Jan Gerber wird in seinem Vortrag die antisemitische Dimension des Slánský-Prozesses beleuchten.

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25.05. | Jugendkulturen in der DDR und Jugendpolitik der SED-Diktatur | Online

Die Leipziger Fotografin Christiane Eisler und die Politikwissenschaftlerin Dr. Steffi Lehmann richten den Blick auf jugendliche Subkulturen in der DDR im Allgemeinen und thematisieren die Jugendpolitik der SED-Diktatur. Christiane Eisler begleitete die Jugendszenen der DDR vor allem in den 1980er Jahren fotografisch und durfte als eine der wenigen in einem Jugendwerkhof fotografieren.Dr. Steffi Lehmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis e. V. in Chemnitz, legte 2018 eine umfassende Studie über die Jugendpolitik der SED-Diktatur vor.

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03.07. | „Sie bringen mich weg. Ich weiß nicht wohin.“ – Ein Dokumentarfilm zur Geschichte der Josephstraße 7 | Leipzig und Online

Im Rahmen der Jüdischen Woche sowie dem Festjahr „1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ zeigt der Bildungsverein Parcours e.V. den Dokumentarfilm „Sie bringen mich weg. Ich weiß nicht wohin.“, dessen Vorführung durch eine Kurzpräsentation von begleitendem Lehrmaterial für politisch-historische Jugendbildung sowie einer Gesprächsrunde ergänzt wird.

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16.-18.07. | Geschichte(n) der Diktatur – lokale Spurensuche in Terezín / Theresienstadt | Terezín / Theresienstadt

Ziel der Studienfahrt ist es, gemeinsam mit den Teilnehmer*innen Ideen zu entwickeln, wie regionale Spurensuchprojekte erweitert und verbunden werden können mit einem Besuch der Gedenkstätte Theresienstadt/Terezín. Anmeldeschluss: 30. Juni 2021.

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31.07.-14.08. | Worcation „In Vielfalt geeint“ | Görlitz-Zgorzelec

Der Meetingpoint Music Messiaen e.V. lädt ganz herzlich zu der internationalen Jugendbegegnung vom 31.07. bis 14.08.2021 in die Europastadt Görlitz-Zgorzelec ein.
Unter dem Motto „In Vielfalt geeint“ liegt der diesjährige Fokus auf dem gegenwärtigen und zukünftigen Weltgeschehen. Anmeldeschluss: 13.06.2021.

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06.04.21 | 30. Gedenktag Jorge João Gomondais | Dresden

Jorge João Gomondai verstarb am 6. April 1991 im Alter von 28 Jahren an den Folgen eines rassistischen Übergriffs. Er wurde in der Straßenbahn von einer Gruppe junger Menschen bedrängt, angepöbelt und mit rassistischen Äußerungen beleidigt. Am Ostersonntag gegen 4 Uhr fand die Straßenbahnfahrerin ihn blutüberströmt neben den Gleisen am Alberplatz liegend. Jorge Gomondai verstarb einige Tage darauf, am 6. April, an den Folgen seiner schweren Kopfverletzungen. Um 16.30 Uhr können Interessierte einen QR-Code für den einstündigen, individuellen „Kritischen Mahngang“ zum Gedenken erhalten. Voraussetzungen: Smartphone oder Tablet, Kopfhörer, mobile Daten und die kostenlose App Actionbound auf dem Gerät. Von 19 bis ca. 21 Uhr findet ein digitaler Workshop zum Thema „Institutioneller Rassismus – Zeit gehört zu werden!“ statt.

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TolSax Update | Newsletter April 2021

Zu Ostern und auch danach findet Ihr im TolSax-Newsletter April wieder viele interessante Veröffentlichungen sowie Fördertipps, Stellenangebote und weitere Anregungen. Besonders aufmerksam machen möchten wir auf die Online-Umfrage zu „Diskriminierungserfahrungen in Sachsen“, die das Sächsische Staatsministeriums der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung (SMJusDEG) in Auftrag gegeben hat. Nach den Feiertagen bieten wir speziell für unsere Mitglieder einige Austauschrunden an. Aber auch sonst gibt es im April einige spannende Veranstaltungen, aufgrund der Pandemie weiterhin vor allem in digitaler Form. Viel Freude bei der Lektüre!

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20.03.21 | „Meine Mutti ist Abteilungsleiter. Jeden Morgen steht sie ihren Mann.“ | Online

„Vom Frauenbild in der DDR“ – ein Vortrag mit Sabrina Zachanassian, die intensiv nachgeforscht und nachgefragt hat. Waren DDR-Frauen tatsächlich so emanzipiert, wie es von offizieller Seite oft verkündet wurde? Wie war das Bild der Frau in der DDR, welche reale gesellschaftliche (und politische) Stellung hatte sie? Wo hatte Emanzipation ihre Grenzen? Was blieb davon und was hat sich im Vergleich zu heute gewandelt?

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Neu im TolSax | Erich-Zeigner-Haus e.V. und Kommunalpolitisches Forum Sachsen e.V. (KFS)

Wir freuen uns über zwei neue Mitglieder im TolSax!

Ob mit Workshops, Lesungen und Podiumsdiskussionen – das Erich-Zeigner-Haus in Leipzig Plagwitz ist Zentrum und Begegnungsort für gelebte Zivilcourage und Demokratie. Mit seinen historisch-politischen und demokratiefördernden Bildungsprojekten ist der Verein aber auch in den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen aktiv.

Und das Kommunalpolitische Forum Sachsen e.V. (KFS) widmet sich der politischen Bildungsarbeit für kommunale Mandatsträger:innen und kommunalpolitisch interessierte Bürger:innen und Einwohner:innen.

Herzlich Willkommen im TolSax!

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Film: „Auf den Spuren der Muna Altenhain“

Im Jahr 2020 begaben sich Jugendliche auf historische Spuren in ihrem Heimatort Altenhain (Landkreis Leipzig). Sie recherchierten zur ehemaligen Heeresmunitionsanstalt (Muna) Altenhain, die 1939 von der Wehrmacht errichtet wurde, und in der Kriegsmunition u.a. durch Zwangsarbeiter*innen schußfertig gemacht wurde. Nach Kriegsende wurde das Gelände von der sowjetischen Armee genutzt. Bis heute ranken sich etliche Mythen um das Areal, welches die Jugendlichen seit ihrer Kindheit in unmittelbarer Nachbarschaft kennen. Die Jugendlichen führten Zeitzeug*innengespräche durch und so entstand dieser tolle Film.

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Jüdisches Leben in Sachsen: Akteur:innen und Projekte

Anlässlich des Festjahres „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ ist in Zusammenarbeit zwischen dem Beauftragten der Sächsischen Staatsregierung für das Jüdische Leben, Thomas Feist, und dem Netzwerk Jüdisches Leben e.V. eine Broschüre mit Akteur:innen und Projekten in Sachsen erschienen. Auf knapp 100 Seiten präsentieren sich die Jüdischen Gemeinden in Sachsen, mehr als 30 sachsenweit agierende Vereine und Initiativen sowie speziell zum Festjahr konzipierte Veranstaltungen wie Lesungen, Ausstellungen, Konzerte und Diskussionsformate. Ergänzt wird diese Übersicht durch eine kurze Geschichte der Juden in Sachsen, einen Kalender mit ausgewählten Aktivitäten und ein Glossar zu jüdischen Fest- und Feiertagen im Jahresverlauf.

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