Sächsischer Förderpreis für Demokratie 2019 gestartet


Ab sofort können sich Initiativen, Vereine, Projekte, Kommunen und Unternehmen bewerben. 

Alle Formulare und Hinweise finden Sie unter dem Punkt „Teilnahme und Kontakt“.

Bewerbungsschluss ist am 31. August 2019. 


Der Sächsische Förderpreis für Demokratie ehrt seit 2007 jedes Jahr das Engagement und innovative Projektbeispiele der demokratischen sächsischen Zivilgesellschaft. Der Kommunenpreis wird seit 2014 für ermutigendes Engagement von Städten und Gemeinden vergeben. 62 Projekte und 5 Kommunen konnten so in den letzten 12 Jahren ausgezeichnet werden. Insgesamt 771 Bewerbungen gingen in dieser Zeit ein – ein lebendiger Ausschnitt des vielfältigen Engagements in Sachsen für gelebte Demokratie.

Der Sächsische Förderpreis wird ausgelobt von der Amadeu Antonio Stiftung, der Freudenberg Stiftung, der Sebastian Cobler Stiftung, der Cellex Stiftung, der Dirk Oelbermann Stiftung und von einer unabhängigen Jury vergeben. Er wird durch die Amadeu Antonio Stiftung in Leipzig koordiniert.

Darum braucht es den Sächsischen Förderpreis für Demokratie

PEGIDA und ihre Ableger haben es gezeigt: ein demokratisches Miteinander mit allen, die an einem Ort leben, ist nicht selbstverständlich. Hinter der Abwehr von Muslim*innen, Geflüchteten und anderen Minderheiten stecken nicht nur Politikverdruss und Zukunftssorgen, sondern auch der ganz handfeste Versuch rechtsextremer Gruppierungen, ein Klima der Angst und kulturellen Hegemonie zu schüren. Doch auch das Umgekehrte ist real: Zahlreiche Initiativen und Bürger*innen setzen sich in Sachsen für eine demokratische Alltags- und Willkommenskultur ein, trotz immer wiederkehrender Einschüchterungsversuche von Neonazis und populistischen Wortführern. Es sind diese lokalen Akteure, die anderen Mut machen und Sachsen ein anderes, vielfältiges Gesicht geben.

Es sind diese Initiativen, die wir suchen. Bewerbt Euch, bewerben Sie sich mit Ihren Projekten und kreativen Ansätzen! Nominieren Sie Initiativen und mutige Gruppen, die ein Beispiel demokratischen Handelns sind, für den mit 5.000 € dotierten Projektpreis. Gemeinden, die sich mit kommunalen Konzepten menschenverachtenden Parolen und Übergriffen entgegenstellen, sind zur Bewerbung eingeladen – oder können von Dritten für den Kommunenpreis nominiert werden.

Teilnahme und Kontakt

An wen richtet sich die Ausschreibung?

Es gibt zwei Möglichkeiten der Teilnahme: Projekte, Kommunen und Unternehmen können

  • sich selbst bewerben oder
  • von anderen für den Preis nominiert werden.

Eingeladen sind Projekte, Kommunen und Unternehmen, die 

  • sich für eine demokratische Alltagskultur stark machen,
  • sich für die Einhaltung von Menschenrechten und Minderheitenschutz engagieren,
  • sich offensiv mit Antisemitismus, Rechtsextremismus und Rassismus auseinandersetzen,
  • Betroffene rechter Gewalt oder Flüchtlinge in ihrer Region unterstützen,
  • in Unternehmen für ein diskriminierungsfreies Betriebsklima einstehen,
  • die Zusammenarbeit mit Schulen, Unternehmen, Vereinen und Initiativen, Polizei und Kirchengemeinden fördern.

Wie kann man sich bewerben?

1. Kategorie Projekt- oder Hauptpreis
Link zum Online-Formular 

2. Kategorie Sonderpreis Unternehmen 
Link zum Online-Formular folgt

3. Kategorie Kommunenpreis 
Link zum Online-Formular folgt

Die Bewerbung in allen Kategorien erfolgt 2019 erstmals ausschließlich mit einem Online-Formular. Klicken Sie weiter Oben auf den jeweiligen Link. Zur Orientierung können Sie zunächst auf „Weiter“ klicken und sich mit dem Fragebogen vertraut machen. Sie können den Link beliebig oft aufrufen. Sie haben die Möglichkeit mit dem Versand der Online-Bewerbung eine Datei mit maximal 1MB zur Ergänzung Ihrer Bewerbung beizufügen.

Einsendeschluss ist der 31. August 2019.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 

Wie werden die Preisträger ermittelt?

Nach Beendigung der Bewerbungszeit (31. August 2019) beginnt die Sichtung der eingegangenen Unterlagen durch eine Jury. Diese besteht zu jeweils 50% aus Vertreter*innen der auslobenden Stiftungen und Vertreter*innen der Zivilgesellschaft, Wissenschaft sowie Kunst/Kultur. Die Verleihung der Preise erfolgt Anfang November in Dresden. Teilnehmende des Sächsischen Förderpreis für Demokratie werden im Herbst zum Festakt eingeladen. 

Ihr Ansprechpartner:

Benjamin Winkler

Sächsischer Förderpreis für Demokratie

c/o Amadeu Antonio Stiftung

Postfach 310801

04211 Leipzig

Telefon 0152 – 04015717

foerderpreis@amadeu-antonio-stiftung.de

Amadeu Antonio Stiftung

Die Amadeu Antonio Stiftung reagiert auf eine rechtsextreme Alltagskultur, die sich vor allem in den neuen Bundesländern verankert hat. Das Ziel der Stiftung ist es, eine zivile Gesellschaft zu stärken, die dem Problem entschieden entgegentritt. Dafür unterstützt sie Initiativen und Projekte, die kontinuierlich gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus vorgehen, sich für eine demokratische Kultur engagieren und für den Schutz von Minderheiten eintreten. Die wichtigste Aufgabe der Amadeu Antonio Stiftung: Lokale Akteurinnen und Akteure über eine finanzielle Unterstützung hinaus zu ermutigen, ihre Eigeninitiative vor Ort zu stärken.