Sonderpreis: Peter-Henkenborg-Preis für die Didaktik der politischen Bildung

Autor_innen: Amadeu Antonio Stiftung, der Freudenberg Stiftung, der Sebastian Cobler Stiftung, der Dirk Oelbermann Stiftung sowie der Doris-Wuppermann-Stiftung

Liebe Aktive in der politischen Bildung in Sachsen,

seit 2007 unterstützt der Sächsische Förderpreis für Demokratie zivilgesellschaftliche Initiativen oder Projekte und Kommunen, die sich für eine demokratische Kultur und gegen Diskriminierung oder menschen- und demokratiefeindliches Denken
engagieren. Ziel ist es, unterschiedliche Formen des Engagements sichtbar zu machen und öffentlich zu würdigen. Der Preis wird von fünf gemeinnützigen Stiftungen (Amadeu Antonio Stiftung, Freudenberg Stiftung, Sebastian Cobler
Stiftung, Dirk Oelbermann Stiftung und Doris-Wuppermann-Stiftung) ausgelobt. Die Koordination erfolgt durch das Büro der Amadeu Antonio Stiftung in Leipzig.

2021 wird neben einem Projekt- und Kommunenpreis, auch ein Sonderpreis für „Didaktik der politischen Bildung“ ausgeschrieben. Der Namensgeber des Preises ist Professor Peter Henkenborg (1955 – 2015), welcher von 1999 – 2006 als Professor für Didaktik der politischen Bildung/Gemeinschaftskunde an der TU Dresden wirkte.

Der Sonderpreis wird ermöglicht durch die Kooperation mit und die Finanzierung durch das Sächsischen Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung.

Für den Sonderpreis „Peter-Henkenborg-Preis für die Didaktik der politischen Bildung“ werden angewandte didaktische Formate, Konzepte oder Materialien aus Sachsen gesucht.

Diese zeichnen sich in besonderer und innovativer Weise aus indem sie:

  • in der Lage sind, neue differente und vielfältige Zielgruppen für politische Bildung zu erschließen, neue Räume für Vermittlungsformate zu nutzen, traditionelle methodische Settings fortzuentwickeln und zu erweitern,
  • anspruchsvolle Partizipationsformate generieren und Lust auf Teilhabe und Partizipation machen,
  • Indifferenz gegenüber Phänomenen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, Rassismus und Geschichtsrevisionismus vermeiden,
  • politische Bildungsangebote inklusiv und in einer Kultur der Anerkennung entwickeln,
  • Politik als Handeln unter den Bedingungen von Unsicherheit sichtbar machen und damit Ambiguitätstoleranz trainieren,
  • Bildungsprozesse transparent und selbstkritisch halten und gemeinsam mit Lernendendfortzuentwickeln.

Grundsätzlich sollen die vorgeschlagenen Vorhaben

  • demokratischer Grundwerte und Narrative, wie Freiheit, Gleichheit, Pluralität und Solidarität vermitteln,
  • auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren,
  • sich im Feld außerschulischer politischer Bildung verorten,
  • und sie können Instrumente digitaler politischer Bildung beinhalten.

Wenn Sie sich bewerben wollen (oder eine:n Kandidat:in nominieren wollen), finden Sie ab 18. August alle Unterlagen unter www.demokratiepreis-sachsen.de. Ihre Bewerbung muss bis spätestens 12. September 2021 eingegangen sein. Aus allen
Einsendungen wählt eine Jury den:die Preisträger:in aus. Der Festakt erfolgt am 8. November in Dresden.

Das Preisgeld beträgt 3.000€.

Für Rückfragen oder Beratung stehen wir Ihnen gern zur Verfügung. Schreiben Sie uns eine E-Mail unter foerderpreis@amadeu-antonio-stiftung.de oder rufen Sie an unter Tel. 0341 – 462626 – 226.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Wir wünschen allen Bewerber:innen viel Erfolg!

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Amadeu Antonio Stiftung

Die Amadeu Antonio Stiftung reagiert auf eine rechtsextreme Alltagskultur, die sich vor allem in den neuen Bundesländern verankert hat. Das Ziel der Stiftung ist es, eine zivile Gesellschaft zu stärken, die dem Problem entschieden entgegentritt. Dafür unterstützt sie Initiativen und Projekte, die kontinuierlich gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus vorgehen, sich für eine demokratische Kultur engagieren und für den Schutz von Minderheiten eintreten. Die wichtigste Aufgabe der Amadeu Antonio Stiftung: Lokale Akteurinnen und Akteure über eine finanzielle Unterstützung hinaus zu ermutigen, ihre Eigeninitiative vor Ort zu stärken.