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Yad Vashem stärkt Engagement gegen Antisemitismus und die plurale Erinnerungskultur in Sachsen

Autor_innen: sLAG

Die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem wird in München und Leipzig ihre erste europäische Außenstelle aufbauen. Leipzig wurde als Ort des künftigen Education Centers ausgewählt. Die sLAG begrüßt diese Entscheidung und freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem Bildungszentrum. Die Entscheidung für Leipzig als Standort würdigt auch die langjährige Arbeit unseres Mitglieds des Kultur- und Begegnungszentrums Ariowitsch-Haus e.V.

Dr. Raja-Léon Lange, Leiter der Bildungsabteilung des Ariowitsch-Hauses: „Die Entscheidung für das Ariowitsch-Haus – und damit für Leipzig und Sachsen – als weiterem Standort neben München ist eine große Ehre. Vor allem verstehen wir es als Anerkennung der wertvollen Arbeit, die bereits in den Feldern der antisemitismuskritischen und historisch-politischen Bildung in Sachsen stattfindet. Yad Vashem wird zukünftig mit seinem besonderen Ansatz der Holocaust-Bildung einen einzigartigen Beitrag zu dieser bestehenden Landschaft leisten. Wir blicken entsprechend mit großer Vorfreude auf die weitere Arbeit, die nun folgt.“

Tobias Kley, Sprecher der sLAG, dazu: „Yad Vashem ist eine führende und weltweit anerkannte Institution der Holocaust-Education. Mit einer deutschen Dependance geht die berechtigte Hoffnung einher, dass der Kampf gegen Antisemitismus und für ein kritisches Geschichtsbewusstsein gestärkt wird. Wir freuen uns außerordentlich über diese Entscheidung!“

Mit Blick auf die Landschaft der sächsischen Erinnerungskultur führt Kley weiter aus: „Sachsen hat bereits viele lokal wirkende Orte und Akteur*innen der kritischen Aufarbeitung und historisch-politischen Bildungsarbeit zu den NS-Verbrechen. So startet die sLAG gerade jetzt die sachsenweite Ausstellungstour ‚Festgehalten. Verschleppt aus Deutschland 1938 bis 1945‘, an der zahlreiche Mitglieder des Netzwerks beteiligt sind. Eine künftige enge Zusammenarbeit und Verschränkung des Yad Vashem Education Center mit den bestehenden Strukturen wird die sächsische Erinnerungskultur stärken. Wir sind gern Türöffner für gemeinsame Projekte und Vorhaben. Eine Gelegenheit des Kennenlernens bietet sich zum Erinnerungspolitischen Fachtag am 18. November 2026 an der TU Chemnitz, auf dem wir uns mit Antisemitismus und Erinnerungskultur beschäftigen werden.“

Pressemitteilung zum Download [PDF]

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