LAG politisch-kulturelle Bildung Sachsen e.V.

Wir sind eine Gruppe die sachsenweit lebt und arbeitet.
Wir arbeiten in wir AGs (Arbeitsgruppen).

AG NEO

Die Tages- und Intensivseminare zum Themenkomplex Neue Rechte, alte Hetze? Neonazismus und Neue Rechte in Sachsen werden ab sofort von dem neu gegründeten Verein für demokratische Bildung e.V. (www.vdb-sachsen.de) angeboten.

Die ehemaligen Referenten der LAG pokuBi des Themenbereichs Neonazismus Carsten Enders, Tobias Fritzsch, Robert Großpietsch, Ulrich Schuster sind nun über kontakt@vdb-sachsen.de zu erreichen.

AG DEMO

Unser Anliegen ist es gesellschaftliche Themen in unsere Seminare zu integrieren und uns als Teil der Gesellschaft verantwortlich zu fühlen. Wir verstehen uns selbst als Lernende und begeben uns in einen fortwährenden Reflexionsprozess in Bezug auf unsere eigene Haltung zum Thema Antidiskriminierung und Demokratie. Es ist uns wichtig in unserer Kommunikation und Agitation auf Faktoren wie Machtstrukturen, Verhältnisse von Mehr- und Minderheiten, Gender oder Ausgrenzungsmechanismen zu achten.
In der Prozessbegleitung arbeiten wir systemisch und somit bedarfs- und lösungsorientiert und sehen unsere Aufgabe darin das Gesamtsystem der Institution mit möglichst vielen Menschen aus unterschiedlichen Positionen und Rollen am Prozess zu beteiligen. Unser Anspruch dabei ist eine Kompetenzorientierung und eine nachhaltige Implementierung des Demokratieprozesses.

Unsere Referent_innen Jenny Wilke, Kerstin Knye, Claudia Ratering und Ingo Stange bringen als Systemische_r Coach/ Berater_in, Jugendbildungsreferent_in, Lehrer_in, Moderator_in, Betzavtatrainer_in und Prozessbegleiter_in vielfältige Erfahrungshintergründe in den unterschiedlichsten Bereichen mit. Wir arbeiten u.a. in der rassismuskritischen, vorurteilsbewussten und diskriminierungssensiblen politischen Bildung, in der Migrationspädagogik, zum Thema Migration(spädagogik), Flucht und Asyl, Kommunikation und Konflikte, Globalisierungskritik und demokratische Bildung im Schulsystem, im Teamtraining, in der kulturell politischen Jugendarbeit und in der demokratischen Prozessbegleitung. Wir sind seit vielen Jahren Betzavta-Trainer_innen, haben verschiedene Aus- und Weiterbildungen u.a. beim CAP besucht und setzen uns nach dem Besuch der Fortbildung mit Uki Maroshek-Klarmann 2015 und 2016 gemeinsam mit dem neuen Programm „Mehr als eine Demokratie“ auseinander. Wir arbeiten qualitäts- und bedarfsorientiert im 2er-Team.

An Betzavta begeistert uns die Idee einer Gesellschaft, in der Entscheidungen in gemeinsamen Aushandlungsprozessen getroffen werden und ein Miteinander gelebt wird, in dem Machtstrukturen erkannt und gemeinsam kritisch reflektiert und aufgebrochen werden. Die Betzavta-Methode des emotionalen Agierens und anschließenden Reflektierens zeigt die Vielfalt der menschlichen Verhaltensweisen und die Möglichkeiten der eigenen Entwicklung auf. Ihr Potential liegt darin politische und sozialphilosophische Theorie in konkreten Fragen und Situationen erfahrbar zu machen und wirksam und nachhaltig die Veränderung des eigenen Denkens und Handelns anzuregen.

AG Rassismus

Aus unserer Perspektive ist Rassismus allgegenwärtig und prägt auch die Gesellschaft, in der wir leben. Rassismus hat historische Ursprünge, verändert sich und äußert sich in verschiedenen Kontexten unterschiedlich. Wir begreifen Rassismus als ein gesellschaftliches Verhältnis und eine Machtstruktur, die Gesellschaft auf allen Ebenen durchzieht: im individuellen Erleben, innerhalb institutioneller Prozesse ebenso wie in unserem kollektiven Wissen. Nach unserem Verständnis sind wir alle in dieses System involviert und erleben es auf unterschiedliche Weise, bestimmt von Benachteiligungen /Diskriminierung und Privilegien/Bevorteilungen.

Wir als AG machen unterschiedlich Erfahrungen von Diskriminierung und Bevorteilung in diesem System und vereinen daher unterschiedliche Sichtweisen.
Zu unserer Arbeitsweise gehört es auch, uns immer wieder einzeln und im Team über unsere Position in der Gesellschaft zu reflektieren, uns darüber auszutauschen, wo wir Rassismen reproduzieren und wie wir sensibler in unserer Arbeit sein können.

Wir arbeiten seit mehreren Jahren zu den Themenbereichen Rassismus, Diskriminierung und Empowerment aus einer rassismuskritischen Perspektive und bilden Professionelle und Freiwillige in Verwaltungen, Schulen, Vereinen, Verbänden etc. fort. In unseren Seminaren reflektieren wir gemeinsam mit den Teilnehmenden, wie Rassismus in Individuen und Institutionen wirkt und wo dieser reproduziert wird. Uns ist die Vermittlung von Fachwissen ebenso wichtig, wie die Selbstreflexion unserer Teilnehmenden zu ihrer Positionierung in dem System Rassismus.
Teil unserer Arbeit ist es auch, Schutzräume zu schaffen, in denen Menschen, die von Rassismus betroffen sind (nicht profitieren), sich untereinander austauschen können. Auch arbeiten wir methodisch viel mit dem „Theater der Unterdrückten“.

Wir haben uns vielfältig mit Literatur beschäftigt, die Rassismus als historisches Phänomen und gesellschaftliches Verhältnis thematisiert und Fortbildungen zu Rassismuskritik, Empowerment und Machtkritischer Bildungsarbeit besucht.
Unsere Arbeit ist u.a. beeinflusst von Vereinen wie Phoenix e.V., glokal e.V., der braune Mob und Wissenschaftler*innen, Trainer*innen und Aktivist*innen wie Paul Mecheril, May Ayim, Aretha Schwarzbach Apity, Lawrence Oduro Sarpong, Maria do Mar Castro Varela, Mark Terkessidis, Urmila Goel, Eske Wollrad, Kien Nghi Ha, Augusto Boal, Chimamanda Aidichi etc.

AG Migration

Das Grundverständnis und Anliegen unserer Arbeit:

Die Arbeit der AG Migration ist von einem grundlegenden Verständnis geleitet, dass wir in einer Gesellschaft leben, die erheblich und in allen Lebensbereichen von Migrationsphänomenen beeinflusst ist und auch in Zukunft bleiben wird. Diese komplexe Beeinflussung wurde in Deutschland lange Zeit nicht angemessen berücksichtigt.
Mit unserer Arbeit wollen wir dazu beitragen, eine Sichtweise zu stärken, die Migration nicht als Problem oder gar Bedrohung, sondern als einen alle Lebensbereiche einschließenden Normalzustand heutiger Gesellschaften begreift, den es im Sinne von mehr Gerechtigkeit zu gestalten gilt.

In unserer Bildungsarbeit beziehen wir uns wesentlich auf Migrationspädagogik, eine Konzeption, deren zentraler Bestandteil die Rassismuskritik darstellt. Die rassismuskritische Perspektive zeichnet sich durch eine Auseinandersetzung mit Machtverhältnissen und den eigenen Verstrickungen darin aus. Es wird davon ausgegangen, dass die Machtverhältnisse an Ordnungen gebunden sind, die zeitgemäßen Abwandlungen rassistischer Unterscheidungspraxen folgen. Dies gilt es u. a. zu reflektieren und die eigene (pädagogische) Arbeit so zu gestalten, dass diese Praktiken geändert und daraus resultierende Beeinträchtigungen für Menschen gemildert werden.

Die Mitwirkenden in unserer AG sind migrationsgesellschaftlich unterschiedlich positioniert und erfahren. D. h. einige von uns werden als ‚Migrant*innen‘ oder ‚Menschen mit Migrationshintergrund‘ adressiert, andere gelten als diejenigen, die dem national-kulturell-religiös definierten deutschen Wir fraglos zugehörig sind. Diese Positionierungen und Erfahrungen sowie ihre fortwährende Reflexion sind Teil unseres professionellen Selbstverständnisses.

Unsere Bildungsarbeit ist im Laufe der letzten Jahre wesentlich vielfältiger geworden. Wenn es uns anfänglich darum ging, die Thematisierung von Deutschland als Migrationsgesellschaft überhaupt als relevant zu setzen, so sehen wir uns heute aufgefordert, als Akteure*innen politischer Bildungsarbeit auf aktuelle migrationsgesellschaftliche Umwälzungen und mit ihnen verknüpfte Diskurse argumentativ und handelnd zu antworten sowie den Anliegen und Fragestellungen unterschiedlicher (pädagogischer) Akteur*innen, unterschiedliche (pädagogische) Kontexte betreffend, Rechnung zu tragen. Deshalb sind wir bemüht, unser Fortbildungsangebot in diesem Themenbereich fortlaufend zu aktualisieren und möglichst viele Bereiche zu berücksichtigen.
Ausgehend von unserem Basis-Fortbildungskonzept ‚Deutschland als Migrationsgesellschaft: Perspektiven für professionelles Handeln‘ haben wir eine Reihe aufbauender bzw. auf konkrete Arbeitsfelder spezifizierte Bildungsangebote entwickelt. Dies sind derzeit ‘Migrationsbedingte Pluralität in pädagogischen Arbeitsfeldern’‚ Migrationsbedingte Pluralität in der Schule‘, ‚Praxiswerkstatt: Pädagogisches Handeln in der Migrationsgesellschaft’, ‚Geflüchtete in Sachsen: Wissen und Handeln für eine solidarische Gesellschaft‘ und ‚Reflektiertes Engagement in der Arbeit mit Geflüchteten in Haupt- und Ehrenamt‘. Teilnehmende an unseren bisherigen Veranstaltungen sind haupt- und ehrenamtlich Tätige einer Vielzahl von Organisationen in Sachsen.

Neben der Durchführung von Bildungsveranstaltungen und Fachtagungen unterstützen wir pädagogische Organisationen im Prozess ihrer migrationsgesellschaftlichen Öffnung und gestalten Projekte, in welchen wir Analyse und Erprobung pädagogischer Konzepte und ihrer Anwendungen vornehmen, die der gegenwärtigen migrationsgesellschaftlichen Realität angemessen sind.

Kontakt

Ansprechpartner:
Kerstin Knye

Straße / Postfach:
LAG politisch-kulturelle Bildung Sachsen e.V.
Kraftwerk Mitte 32 – Trafohalle
01067 Dresden

Telefon:
01575-1854090 (Mi 10.00 – 14.00, Do 14.00 – 18.00)

e-mail:
kontakt@pokubi-sachsen.de

Internetadresse:
www.pokubi-sachsen.de

LAG politisch-kulturelle Bildung Sachsen e.V.

Wir bieten Veranstaltungen und Seminare zu Themen rund um Rassismuskritik, Empowerment, Demokratie, Diskriminierung und Migrationspädagogik an.