Pressemitteilung / Gewalt- und Diskriminierungserfahrung von LSBTI* Geflüchteten in Sachsen

Das Projekt „borderless diversity – Grenzenlose Vielfalt“, des Gerede e.V., Verein für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in Dresden, hat Daten über die Gewalt- und Diskriminierungserfahrungen von geflüchteten LSBTI* in Sachsen veröffentlicht. Im Zeitraum von April bis Juni 2020 wurden 73 gültige Datensätze erfasst. Die Untersuchung zeigt, dass fast 70 Prozent der Befragten in Sachsen Diskriminierungs- und Gewalterfahrungen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung, ihrer geschlechtlichen Identität, ihres Geschlechts bzw. ihrer Herkunft erlebt haben. Um Gewalt und Diskriminierung von geflüchteten LSBTI*-Personen vorzubeugen, wird dringend empfohlen, die geschilderten Erfahrungen ernst zu nehmen, die sächsischen Beratungsstellen zu stärken und Gesprächsbereitschaft gegenüber den Betroffenen zu zeigen und intersektionale (d.h. u.a. mehrsprachig, rassismuskritisch und lsbti*sensible) Angebote und Zugängen zu Angeboten zu schaffen. Die Ergebnisse der Erhebung wurden am 16.12.2020 vorgestellt und können unter refugees@gerede-dresden.de angefordert werden.

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chronik.LE finanziell unterstützen

Die Herstellung der neuen Ausgabe der »Leipziger Zustände 2021« hat viel Geld gekostet. Einige der Kosten sind mit einer Förderung durch die Stadt Leipzig und den Verein Land in Sicht gedeckt, andere nicht. Auch die alltägliche Arbeit kostet immer wieder Geld. Hilf mit und unterstütze chronik.LE mit einer Spende!

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15. – 30.01. | 2. Jugendmigrationskonferenz | Online

Was haben unsere Handys mit Flucht und Migration zu tun? Wie steht es um die aktuelle EU-Asylpolitik? Welche Formen von Rassismus gibt es? Warum ist es so schwierig, über ihn zu reden oder zu bekämpfen? Und vor allem: Was können wir tun? Auf der 2. JuMigra 2021 geht es um die globalen Ursachen von Flucht und Migration, unterschiedlichen Mechanismen von Rassismus sowie Handlungsmöglichkeiten mit dem Ziel, Ungleichheiten abzubauen. In Form von Workshops, Vorträgen und Diskussionsrunden werden Aspekte aus den vier Themenbereichen „Koloniales Erbe“, „Flucht und Migration“, „Institutioneller Rassismus“ sowie „EU-Asylpolitik“ behandelt. Außerdem werden zwei Empowerment-Workshops angeboten.

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22.+23.01. | 5 Jahre ‚Wir schaffen das‘ – Vor welchen Herausforderungen stehen Geflüchtete und Unterstützer*innen heute? | Online

Die Refugee Law Clinic Dresden veranstaltet vom 22. Januar 2021 bis zum 23. Januar 2021 ein Online-Veranstaltungswochenende mit dem Titel „5 Jahre ‚Wir schaffen das‘ – Vor welchen Herausforderungen stehen Geflüchtete und Unterstützer*innen heute?“. Hierfür wurden viele spannende Referent*innen eingeladen, die ihre Expertise zu einer breiten Auswahl an Themen zur Verfügung stellen werden. Unter anderem geht es in den Workshops, Vorträgen und Gesprächsrunden um die besonderen Probleme von LGBTI*-Geflüchteten im Asylverfahren, rassismuskritische Selbstreflexion von Beratenden, die mediale Berichterstattung über Flucht, die Auswirkungen der Klimakrise auf Migration und die aktuelle Situation von Geflüchteten an den EU-Außengrenzen.

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04.02. | Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten | Online

Alice Hasters ist eine Schwarze Frau mit einem weißen Elternteil. In Ihrem Alltag sieht sie sich oft mit unangenehmen Fragen konfrontiert: »Aber wo kommst du wirklich her?«, »Kannst du überhaupt Sonnenbrand bekommen?«. Jede Frage, die auf ihre „wirkliche“ Herkunft zielt, lässt sie die Ausgrenzung spüren. Anhand persönlicher Erfahrungen spiegelt Hasters die vielfältigen Lebenssituationen, in denen Black and Indigenous People of Color (BIPOC) Diskriminierung täglich erleben. Ihr Buch ist eine Aufforderung an weiße Menschen, sich ihrer unreflektierten Gedanken, Äußerungen und Verhaltensweisen gegenüber BIPOC bewusst zu werden – denn selbst freundlich gemeinte Kommentare offenbaren tiefsitzenden Rassismus. Wenn weiße Menschen verstehen lernen, was jene Sätze beim Gegenüber auslösen, haben wir endlich eine Grundlage über Rassismus zu sprechen. Erst dann begreifen wir, dass es nicht um Sprachregelungen oder Verbote geht, sondern um respektvollen Umgang in einer vielfältigen Gesellschaft. Rassismus ist nicht nur der Skinhead mit Springerstiefeln, er lauert verborgen in jedem Menschen – es wird Zeit, dass wir darüber sprechen.

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Leider abgesagt! 26.02. | Chemnitzer Friedenstag – Michael Kraske: „Der Riss“ | Chemnitz

Michael Kraske wird aus seinem Buch „Der Riss“ lesen (Otto Brenner Preis 2020), im Vortrag aber auch auf die aktuellen Entwicklungen von Corona-Leugnern und Querdenkern eingehen. Im Gespräch soll darüber nachgedacht werden, wie Brücken gebaut werden können, anstatt die Spaltungen zu vertiefen.

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TolSax Update | Newsletter Januar 2021

Herzlich willkommen zum ersten TolSax-Newsletter 2021! Wie es derzeit aussieht, müssen wir noch etwas länger im Lockdown ausharren. Damit ihr gut durch den Januar kommt, haben wir euch lesenswerte Analysen und andere Veröffentlichungen sowie hörenswerte Podcasts von unseren Mitgliedern zusammengestellt. Und eine Vielzahl an Stellenangeboten in spannenden Projekten findet Ihr auch im TolSax Update Januar.

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29.01. | Mitarbeiter*in Fachstelle Jugendhilfe | Dresden oder Leipzig

Zur Unterstützung seiner Beratungen und Begleitungen von migrantischen Selbstorganisationen und zur Vernetzung der Expertinnen von Jugendarbeit der migrantischen Selbstorganisationen sucht das Kulturbüro Sachsen zum nächstmöglichen Zeitpunkt ein*e Mitarbeiter*in in der Fachstelle Jugendhilfe (30 Wochenarbeitsstunden, Vergütung nach TVL, Bürostandort Dresden oder Leipzig). Bewerbungsfrist: 29. Januar 2021 um 12:00 Uhr.

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18.12.20 | Die Extreme Rechte in Sachsen und Verschwörungsideologie | Online

Wie gestaltet sich die ideologische und organisatorische Zusammenarbeit zwischen extremen Rechten und anderen Gruppen? Gibt es auch Differenzen? Und ist es sinnvoll, auf rechtsextreme Gruppen im Kontext der Hygienedemos hinzuweisen? Diese und andere Fragen sollen im Vortrag von Augen Auf e.V. mit anschließender Diskussion geklärt werden.

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Standpunktpapier: Diskriminierung in der Corona-Pandemie (Januar – Juli 2020)

Das Antidiskriminierungsbüro e.V. beobachtet einen Anstieg der Diskriminierung bestimmter Gruppen durch die „Corona-Krise“ und nimmt das zum Anlass, seine Beobachtungen und Erfahrungen in einer Bstandsaufnahme der letzten Monate zu verschriftlichen. Das Standpunktpapier ist nun als Download verfügbar und widmet sich denjenigen Menschen, die das ADB (nicht erst seit Beginn der Pandemie) in den Antidiskriminierungsberatungsstellen aufsuchen.

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Infos zu abgelehnten Projekten gesucht

Ihr habt ein Ablehnung für einen Projektantrag in den Landesförderprogrammen „Weltoffenes Sachsen“ oder „Integrative Maßnahmen“ erhalten? Wir vom TolSax möchten uns gerne einen Überblick verschaffen: Welche Projekte sind von solchen Ablehnungen betroffen? Daher möchten wir Euch einladen uns Bescheid zu sagen, falls Euer Projekt auch abgelehnt worden ist.

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Bon Courage e.V. bleibt! Mit deiner Spende!

Die Engagierten vom Bon Courage e.V. aus Borna im Landkreis Leipzig haben über Jahre eine Struktur für die Unterstützung von geflüchteten Menschen aufgebaut. Und diese Arbeit ist aufgrund einer abgelehnten Projektförderung ab kommendem Jahr gefährdet. Nur mit eurer Solidarität kann es in Borna weitergehen. Unterstützt den Verein jetzt mit einer Spende!

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03.12.20 | Training: Argumentieren gegen Rechts! | Online

Das Training des Kulturbüro Sachsen e.V. soll dabei helfen, auf Gegenreden in Folge von rechten, rassistischen und anderen diskriminierenden Äußerungen vorbereitet zu sein. Das Seminar knüpft an das Grundlagenseminar „Handlungs- und Argumentationsstrategien gegen Menschenfeindlichkeit/ Grundlagen“ an. Aufbauend auf dessen Inhalten und Positionierungen werden im Aufbauseminar stärker rhetorische, kommunikative Techniken vermittelt und geübt.

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03.12.20 | Olivia Wenzel liest: 1000 Serpentinen Angst | Online

Die freie Autorin Olivia Wenzel erzählt von den Erfahrungen einer jungen, in der DDR geborenen ‚Person of Colour‘. Es ist ein Buch über vielfältige Formen der Ausgrenzungserfahrungen, berichtet jedoch ebenso von Zughörigkeit, Anerkennung und Freundschaft. Aber was bedeutet es, sich mit Erfahrungen der Ausgrenzung alltäglich auseinandersetzen zu müssen? Wie und wo wird dagegen Zugehörigkeit erlebt und welche Voraussetzungen müssen dafür geschaffen sein?

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Vorsicht, Vorurteile!

Vorurteile und Rassismus sind nicht nur Phänomene „bei anderen“, sondern ein Teil unserer Gesellschaft. Daher liegt es auch an uns allen, diese zu erkennen und dagegen aktiv zu werden. Die Kampagne „Vorsicht, Vorurteile!“ des BMFSFJ regt an, eigene Vorurteile und Stereotype zu hinterfragen, und bietet einen Einstieg in die Auseinandersetzung mit Rassismus und anderen Phänomenen Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Zu diesem Zweck finden sich vielfältige Materialien auf der Website wie etwa Postervordrucke, Infovideos und ein Selbsttest über die eigene Wahrnehmung.

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Der neue Sprecher_innenrat 2021

Unsere Mitglieder haben gewählt! Diese Sprecher_innen vertreten das Netzwerk Tolerantes Sachsen 2021 – gegenüber Vertreter_innen aus Politik, Verwaltung und Medien. Ihr als Mitglieder im TolSax habt Anregungen, wichtige Themen oder Arbeitsaufträge für den Sprecher_innenrat? Dann nehmt Kontakt zu uns auf.

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Amadeu Antonio Stiftung begrüßt umfangreichen Maßnahmenkatalog des Kabinettsausschusses gegen Rechtsextremismus als Meilenstein – viele Ankündigungen bleiben jedoch vage

Auf seiner letzten Sitzung hat der Kabinettausschuss gegen Rechtsextremismus und Rassismus heute einen umfangreichen Maßnahmenkatalog vorgestellt und der Bundesregierung zum Beschluss vorgelegt. Die Amadeu Antonio Stiftung begrüßt den Katalog als Meilenstein, bezeichnet viele der Maßnahmen jedoch als zu vage.

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