Prozessbericht: Urteil wegen Angriffs auf das „Schalom“ in Chemnitz im August 2018

Am 8. September 2021 verhandelte das Amtsgericht Chemnitz gegen Kevin A. wegen des Angriffs auf das jüdische Restaurant „Schalom“ am 27. August 2018 durch eine Gruppe Neonazis. Nachdem am 26. August 2018 Daniel H. erstochen wurde, kam es zu Aufmärschen mit tausenden Neonazis, Hooligans und Rassist*innen und zu zahlreichen Angriffen in Chemnitz. Drei Jahre später wurde nun einer der Täter zu einer Freiheitsstrafe auf Bewährung wegen gefährlicher Körperverletzung und Landfriedensbruch verurteilt.

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EngagementGewinner: Der Preis, der inspiriert

Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt sucht gemeinnützige Organisationen, die mit einfachen Ansätzen Engagierte und Ehrenamtliche insbesondere in ländlichen und/oder strukturschwachen Räumen gewinnen und Lust haben, ihre Tricks und Erfahrungen mit anderen zu teilen. 50 von ihnen haben die Chance auf je 10.000 Euro. Bewerbungsfrist: 10. Oktober 2021.

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TolSax Update | Newsletter September 2021

Im September-Newsletter erinnert unser Sprecher Robert Kusche von der RAA Sachsen an die pogromartigen Ausschreitungen vor 30 Jahren, als ein aufgebrachter Mob aus Neonazis und Anwohner*innen im ostsächsischen Hoyerswerda zwei Wohnheime für Vertragsarbeiter*innen und Asylsuchende angriff. Neben dem Gedenkwochenende anlässlich dieses Jahrestags gibt es in diesem TolSax-Update wieder zahlreiche Hinweise auf Veranstaltungen und andere Möglichkeiten, in Sachsen (und darüber hinaus) aktiv zu werden. Dazu gehört auch die #unteilbar-Demonstration am 4. September in Berlin.

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Save the date | TolSax Konkret 2021

Ihr möchtet andere Menschen kennenlernen, die sich in Sachsen für Demokratie und gegen Rassismus engagieren? Euch treiben gerade konkrete Probleme um, die Ihr gerne mit anderen Engagierten diskutieren möchtet? Ihr habt Lust, progressive Themen in Sachsen voranzubringen? Dann möchten wir Euch ganz herzlich einladen zu unseren Vernetzungstreffen TolSax Konkret Digital 2021!

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Broschüre: Antisemitische Verschwörungsmythen in Zeiten der Coronapandemie: Das Beispiel QAnon

Antisemitische Verschwörungsmythen erlebten in Zeiten der Coronapandemie eine starke Konjunktur. Deshalb hat das American Jewish Committee Berlin eine Studie mit dem Titel „Antisemitische Verschwörungsmythen in Zeiten der Coronapandemie: Das Beispiel QAnon” in Auftrag gegeben. Der Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus e.V. (Bundesverband RIAS) hat die Untersuchung für das American Jewish Committee Berlin Ramer Institute erstellt. 

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26.08. | „Wie viele Nadelstiche“ – Kurzfilmabend zu Antisemitismus und Islamfeindlichkeit | Ostritz

Der Filmabend wird präsentiert vom Team des djo – Deutsche Jugend in Europa Landesverband Sachsen e.V. anlässlich des Festjahres #2021JLID – Jüdisches Leben in Deutschland. Anhand ausgewählter Clips von Youtube und Co. sollen junge Menschen zu Wort kommen, die nicht nur jüdisch oder muslimisch sind, sondern engagiert, stark, witzig und ganz individuell.

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04.09. | #unteilbar-Großdemonstration | Berlin

Im Vorfeld der Wahlen macht das #unteilbar-Bündnis unmissverständlich klar: Wir lassen nicht zu, dass soziale Gerechtigkeit, Menschenrechte und Klimaschutz gegeneinander ausgespielt werden. Daher wird zu einer Großdemonstration am 04. September 2021 in Berlin aufgerufen.

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05.09. | Podiumsdiskussion zur „Aktualität des Antisemitismus in Ostsachsen“ | Dresden

Am 5. September findet die Auftaktsveranstaltung des Bündnisses gegen Antisemitismus in Dresden und Ostsachsen zum Thema „Aktualität des Antisemitismus in Ostsachsen“ im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden statt. Die Veranstaltung wird gefördert und unterstützt durch die Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft; Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen sowie das Staatsschauspiel Dresden.

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07.+14.09. | „Solche haben wir hier nicht…“ — Fachtag und Podium zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz | Online

Der Fachtag informiert über die Inhalte des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG), zeigt Chancen einer diversitätssensiblen Organisationskultur auf und thematisiert praxisnahe Maßnahmen für ein gleichberechtigtes Miteinander am Arbeitsplatz.

Die Online-Podiumsdiskussion lädt Arbeitnehmer*innen, Arbeitgeber*innen und professionelle Akteur*innen der Antidiskriminierungsarbeit bzw. Beratung zum Austausch ein und zeigt Handlungsmöglichkeiten in Diskriminierungsfällen auf.

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08.09.+27.10. | Workshop: Antisemitismus in der Gegenwart | Görlitz

Im Rahmen von „Tacheles Oberlausitz – Initiative für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus“ organisiert Netzwerkstatt / Hillersche Villa gemeinsam mit HATiKVA e.V. einen zweiteiligen Workshop zur Sensibilisierung für antisemitische Einstellungen und Diskriminierungen in der Gegenwart. Beide Veranstaltungen richten sich in erste Linie an Menschen aus der schulischen sowie außerschulischen Bildungsarbeit und der sozialpädagogischen Berufsgruppe.

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29.09. | TolSax Konkret: Bundestagswahlkampf 2021 in Sachsen: Themen und Allianzen rechter Akteure in den Regionen | Digital

Die Bundestagswahlen 2021 sind am 29.September vorüber, die Wahlergebnisse bekannt. Nicht nur Regierungsbildungen auf Bundesebene haben Auswirkung auf die zivilgesellschaftliche Arbeit vor Ort insbesondere bei der Frage, welche Veränderungen in der Förderlandschaft möglicherweise zu erwarten sind. Auch die Mobilisierungsstrategien von Akteuren der extremen Rechten im Wahlkampf und die Ergebnisse extrem rechter Parteien können sich auf das Engagement für Demokratie vor Ort auswirken. Mit dieser Ausgabe von TolSax Konkret möchten wir einen ersten Gedankenaustausch zwischen Akteur_innen der sächsischen Zivilgesellschaft initiieren. Welche Beobachtungen wurden während des Wahlkampfes gemacht, welche Auswirkungen hat dies möglicherweise vor Ort? Wir freuen uns auf Eure Erfahrungen aus den Regionen und Impulse von Miro Jennerjahn und Dr. phil. Johannes Kiess (EFBI Uni Leipzig). Anmeldefrist: 27. September 2021

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01.10. | Fachtag „Schulen im Aufbruch – diskriminierungskritische Schulen unterstützen und begleiten““ | Bautzen

Insbesondere im Kontext Schule gehören Diskriminierungen zu den Alltagserfahrungen von Schüler*innen, Eltern und Pädagog*innen. Der Fachtag des Bündnis gegen Rassismus und zahlreicher sächsischer Initiativen bietet Raum für den Austausch von Wissen und Erfahrungen, um gemeinsam Handlungsstrategien dagegen zu entwickeln.

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18.11. | TolSax Konkret: Demokratiebildung als „Extremismusprävention“? | Digital

In ihrem aktuellen Buch „Extremismusprävention als polizeiliche Ordnung. Zur Politik der Demokratiebildung“ untersucht Julika Bürgin den Vorstoß der „Extremismusprävention“ in politische Bildung und demokratische Praxis. Im Mittelpunkt stehen die Strategien staatlicher Förderprogramme, die in die Autonomie freier Träger eingreifen. Auf diese Weise wird, so die These, Bildungsarbeit präventionspolitisch, und flankiert durch den Verfassungsschutz, in eine polizeiliche Ordnung eingepasst. Bürgin kritisiert insbesondere das damit verbundene verkürzte Demokratieverständnis als Element der sogenannten „wehrhaften“ Demokratie. Bei der Veranstaltung diskutieren wir die Thesen von Prof. Bürgin und eines Kommentars aus sächsischer Perspektive. Anmeldefrist: 15. November 2021

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25.11. | Normalität jüdischen Lebens!?: Fachtag zu jüdischer Regionalgeschichte in Ostsachsen | Pirna

„Normalität jüdischen Lebens“: Als politisches Ziel sind diese Worte heute vielfach zu hören. Ihrer Verwirklichung stehen jedoch zahlreiche Hürden im Weg: Neben dem grassierenden Antisemitismus besteht zum einen ein mangelhaftes Wissen über die lange Geschichte jüdischen Lebens in Deutschland. Zum anderen sind die vorhandenen Lern- und Begegnungsangebote zu jüdischem Leben und jüdischer Geschichte wenig bekannt. Der „Fachtag zu jüdischer Regionalgeschichte in Ostsachsen“ nimmt sich dieser Leerstellen an und trägt mit einem Vortrag und drei Workshops für Pädagog*innen zu ihrer Überwindung bei.

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Ihre Veranstaltung für die Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus

Auch dieses Jahr finden die Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus statt. Die Amadeu Antonio Stiftung und das Anne Frank Zentrum laden herzlich ein, sich mit eigenen Veranstaltungen (z.B. Vorträge, Stadtrundgänge, Projektionen etc.) zu beteiligen. Die Aktionswochen beginnen am 09. Oktober (Jahrestag des antisemitischen Anschlags von Halle/Saale 2019) und enden rund um den 09. November (Jahrestag der Novemberpogrome 1938). Antragsfrist: 31. Juli 2021.

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Antidiskriminierungsbüro Sachsen weiht Beratungsstelle in Dresden ein – Fallzahlen stabil auf hohem Niveau

Heute weiht das Antidiskriminierungsbüro Sachsen (ADB) gemeinsam mit Frau Staatssekretärin Dr. Gesine Märtens, Sächsisches Ministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung, seine Beratungsstelle in Dresden ein. Die erste, merkmalsübergreifende Antidiskriminierungsberatungsstelle für Dresden und die angrenzenden Landkreise Meißen, Bautzen und Sächsische Schweiz/Osterzgebirge hatte bereits im Januar 2020 ihre Arbeit aufgenommen. Einer feierlichen Eröffnung in 2020 hatte jedoch die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung gemacht.

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TolSax Update | Newsletter Juli 2021

Im TolSax Update Juli werfen die Engagierten vom colorido e.V. aus Plauen einen Blick auf die aktuellen Entwicklungen im Vogtland: Die sogenannten „Corona-Proteste“, das Agieren rechtsextremer Parteien und der Wahlkampf zur OBW-Wahl in Plauen. „Gegen rechte Meinungsmache und Extremisten unterwegs zu sein, fordert heute eine Menge von den ehrenamtlichen Aktiven in Plauen ab. Wir müssen deutlich eine klare Haltung der Zivilgesellschaft einfordern und einen breiten Widerstand aufbauen, damit das „Wohlfühlen“ der Neonazis scheitert. Lasst uns weiter gemeinsam dranbleiben“, appelliert der colorido e.V. an uns alle. Von mehr mutigem Engagement und vielen praktischen Tipps dafür handelt der Newsletter Juli.

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Mit Kreativem Statement gegen Querdenken

Am 14.06.21 setzte die Wurzener Aktionskunstgruppe „Wir können anders (sein)!“ zum ersten Mal ein Zeichen gegen die anhaltenden Querdenkenproteste in Wurzen und dem Landkreis. „Wir wollen nicht mehr mitansehen, wie sogenannte »Freie Sachsen« oder Muldentaler Steh-Auf Bürger*innen, die Bürgersteige Wurzens verstopfen, in ihren Telegram-Gruppen homofeindliche Inhalte teilen und zivilgesellschaftliche Akteure bedrohen und ihre Flaggen der Menschenfeindlichkeit und des Ausschlusses durch die Wind wehen lassen. so Lena, ein Mitglied der Gruppe.

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Folge #18 Vor Ort – gegen Rassismus, Antisemitismus und rechte Gewalt. Die Podcastserie von NSU Watch und VBRG

Der Podcast zur Open Lecture Nr. 2 des VBRG geht der Frage nach, inwieweit die Verharmlosung der rassistischen Gewalt u.a. durch den damaligen Präsidenten des Bundesamt für Verfassungsschutz Hans-Georg Maaßen und den amtierenden sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer Einfluss auf die Strafverfolgung von militanten Neonazis und deren Gewalttaten sowie auf rechtsterroristische Täter und die Entstehung neuer Rechtsterrorismus-Netzwerke hatte.

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