18.11. | TolSax Konkret: Demokratiebildung als „Extremismusprävention“? | Digital

Programm zum farbsparenden Druck

15:00 – 17:30 Digital | Zugangsinformationen bei Anmeldung

In ihrem aktuellen Buch „Extremismusprävention als polizeiliche Ordnung. Zur Politik der Demokratiebildung“ untersucht Julika Bürgin den Vorstoß der „Extremismusprävention“ in politische Bildung und demokratische Praxis. Im Mittelpunkt stehen die Strategien staatlicher Förderprogramme, die in die Autonomie freier Träger eingreifen. Auf diese Weise wird, so die These, Bildungsarbeit präventionspolitisch, und flankiert durch den Verfassungsschutz, in eine polizeiliche Ordnung eingepasst. Bürgin kritisiert insbesondere das damit verbundene verkürzte Demokratieverständnis als Element der sogenannten „wehrhaften“ Demokratie.

Bei der Veranstaltung diskutieren wir anhand der Thesen von Prof. Bürgin und eines Kommentars aus sächsischer Perspektive folgende Fragen:

  • Inwiefern und in welcher Weise trifft diese Analyse auf Sachsen zu?
  • Welche Auswirkungen hat der Ansatz der „Extremismusprävention“ auf konkrete Arbeit der Projekte?
  • Welchen Umgang haben die Träger mit den staatlichen Vorgaben entwickelt?
  • Welche Forderungen ergeben sich daraus, etwa für „Demokratiefördergesetze“ auf Bundes- und Landesebene?

Mit Impulsen von Prof. Dr. Julika Bügin, Professorin im Fachbereich Soziale Arbeit an der Hochschule Darmstadt, und N.N., Augen Auf e.V. Oberlausitz.

Wir sind gespannt auf einen konstruktiven und inspirierenden Austausch mit Euch!

Die Sprecher_innen des Netzwerks Tolerantes Sachsen

Zur Referentin

Prof. Dr. Julika Bügin ist Professorin am Fachbereich Soziale Arbeit der Hochschule Darmstadt und forscht aktuell zur Politik der Demokratiebildung / Extremismusprävention als polizeiliche Ordnung. Im Oktober 2021 erscheint ihre gleichnamige Publikation „Extremismusprävention als polizeiliche Ordnung. Zur Politik der Demokratiebildung“ bei Beltz-Juventa. Sie engagiert sich im „Forum kritische politische Bildung“ der Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung.

Zielgruppe

Der Online-Austausch richtet sich an Vereine, Organisationen und Initiativen, die sich in Sachsen für Demokratie und gegen Rassismus einsetzen.

Ablauf

14:45Ankunft und technischer Check-In
15:00 Begrüßung durch Vertreter_in des Sprecher_innenrats des Netzwerks Tolerantes Sachsen
15:05 Input: Extremismusprävention als polizeiliche Ordnung
Prof. Dr. Julika Bürgin, Hochschule Darmstadt
ggf. Verständnisfragen
15:45Reflektion in Kleingruppen/Murmelrunden
16:00Kommentar aus sächsischer Perspektive
N.N., Augen auf e.V. Oberlausitz
16:15Reflektion in Kleingruppen/Murmelrunden
16:30Rückfragen und Diskussion in großer Runde
17:15Zusammenfassung und Ausklang
17:30 Ende der Veranstaltung

Moderation: Solvejg Höppner (Kulturbüro Sachsen e.V.)

Technische Moderation: Annegret Ode und Frank Schubert

Veranstaltungsort und technische Informationen

Der Online-Austausch findet am 18. November 2021 15:00 – 17:30 über Zoom statt.

Für die Teilnahme am Online-Austausch sind Computer, Internetanschluss sowie Webcam und ggf. ein Headset notwendig. Weitere technische Informationen folgen nach Anmeldung.

Anmeldung

Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Wir bitten um eine Anmeldung bis zum 15. November 2021 per E-Mail an veranstaltung@tolerantes-sachsen.de

Mit der Anmeldung überlassen Sie dem Förderverein Tolerantes Sachsen e.V. personenbezogenen Daten (wie z.B. Ihre E-Mail-Adresse). Diese werden ausschließlich zum Zwecke der Bearbeitung der Anmeldung gemäß der europäischen Datenschutzverordnung (EU-DSGVO) und dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) erhoben, verarbeitet und gespeichert. Es erfolgt keine Weitergabe dieser personenbezogenen Daten an Dritte. Sie können der Nutzung Ihrer Daten ohne Angabe von Gründen jederzeit schriftlich unter koordination@tolerantes-sachsen.de widersprechen.

Antidiskriminierungsregel

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechten Parteien oder Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen. Veranstalter ist das Netzwerk Tolerantes Sachsen, vertreten durch die Sprecher_innen-Gruppe.

Kontakt

Bei Rückfragen oder Anregungen wendet Euch gerne an unsere
Koordination.

Förderverein Tolerantes Sachsen e.V.
Koordination Annegret Ode
Domplatz 5 04808 Wurzen

Tel: 03425 82 98897
Mobil: 0178 544 58 07
E-Mail: veranstaltung@tolerantes-sachsen.de
Internet: www.tolerantes-sachsen.de

TolSax Konkret 2021

Eine gemeinsame Veranstaltungsreihe vom Netzwerk Tolerantes Sachsen und Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen

Gefördert von

Das Projekt wird gefördert vom Sächsischen Landesprogramm „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“. Die Zuwendungen stammen aus Steuermitteln. Diese Steuermittel werden auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes zur Verfügung gestellt.

TolSax Konkret

Auf unseren jährlichen Vernetzungstreffen diskutieren wir aktuelle Entwicklungen, Probleme in den einzelnen Regionen Sachsens und Eure Bedarfe. Ihr könnt Euch weiterbilden und andere Engagierte kennenlernen. Ihr habt Fragen oder möchtet Euch für eine TolSax Konkret anmelden? Schreibt uns!