19.04. | Lesung aus Max Mannheimers „Spätes Tagebuch“ | Wurzen

Der Schauspieler und Regisseur Michael Stacheder liest aus Max Mannheimers „Spätes Tagebuch“. Max Mannheimer hat alles durchlitten, was einem Menschen in dem von den Deutschen entfesselten Inferno zustoßen konnte: Demütigung, Vertreibung, Internierung im Ghetto, Tod fast der ganzen Familie in der Gaskammer, Arbeitslager und KZ, Hunger, Krankheit und Misshandlung. Wie durch ein Wunder hat er die Hölle überlebt. Mannheimer sprach lange nicht über das, was er erlebt hatte. Erst, als er irrtümlich seinen Tod nahe glaubte, entschloss er sich, für die Nachgeborenen das Erlittene festzuhalten.

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19.04. | Vortrag: Keine Schlussstriche. Jugendarbeit nach dem NSU | Online

Die Mitglieder des NSU-Kerntrios haben sich u.a. in einem Thüringer Jugendclub kennengelernt. Welchen Beitrag leistete die Jugendarbeit in der Transformationsgesellschaft zur Entstehung, Stärkung und gesellschaftlichen Akzeptanz der Neonazi-Szene? Und vor allem: Welche Konsequenzen zieht die Jugendarbeit daraus nach der Selbstenttarnung des NSU? Der Vortrag gibt einen Einblick in die Prozesse von Selbstkritik und Aufarbeitung, die Antifaschist*innen, Sozialarbeiter*innen und Jugendliche in Sachsen begonnen haben. Außerdem bietet er Raum für Fragen und Diskussion. Anmeldefrist: 16.04.2021.

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20.04. | Pädagogische Arbeit mit (rechtsorientierten) Jugendlichen | Wurzen oder Online

Pädagog*innen sind mit einem breiten Spektrum an Verhalten junger Menschen konfrontiert: beginnend bei gedankenlosen antisemitischen Witzen in der Peergroup, Musik, hitzigen Diskussionen, bis hin zu klar politisch motivierter Gewalt. Eine aus unserer Sicht dieses weite Spektrum darstellende Beschreibung, bietet das von Kurt Möller entwickelte Modell der Pauschalisierenden Ablehnungskonstruktionen. Ausgehend von diesem theoretischen Ansatz stellen Antje Schneider und Sacscha Rusch Kommunikations- und Handlungsansätze für Jugendarbeiter*innen vor.

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21.04. | Rechtsterroristische Online-Subkulturen | Online

In plattformübergreifenden Online-Netzwerken hat sich eine rechtsterroristische Subkultur entwickelt, die popkulturelle Elemente adaptiert und sich eigener Codes, Bilder und Sprache bedient. In der Veranstaltung stellen wir die Ergebnisse zu „Rechtsterroristische Online-Subkulturen – Analysen und Handlungsempfehlungen“ der Amadeu Antonio Stiftung vor. Eingeladen ist Thilo Manamann, Mitarbeiter der Stiftung und Koordinator der Analyse.

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15.04. – 04.05. | Von Incels bis Influencer*innen – Frauenhass & Rechte Ideologien im Netz | Online

Mit Blick auf verschiedene gesellschaftliche Entwicklungen, wie sich diese im Internet spiegeln und dort einen Ort zum Austausch finden, hat der Treibhaus e.V. Döbeln die Veranstaltungsreihe „Von Incels bis Influencer*innen – Frauenhass & Rechte Ideologien im Netz“ auf die Beine gestellt. Einigen sind diese Phänomene in ihrem Alltag gar nicht bewusst und doch existieren sie parallel im Netz und erfreuen sich dort einer immer größer werdenden und zugleich gefährlichen Beliebtheit. Gemeinsam mit dem SAEK mobil, dem SAEK Plauen und dem SAEK Leipzig veranstaltet der Treibhaus e.V. vier kostenfreie Onlineangebote im Rahmen dieser Reihe.

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22.04. | Training: Argumentieren gegen Rechts – Vertiefendes Argumentationstraining zum Umgang mit rechten Äußerungen | Online

Das Seminar knüpft an das Grundlagenseminar“Handlungs- und Argumentationsstrategien gegen Menschenfeindlichkeit/ Grundlagen“ an. Aufbauend auf dessen Inhalten und Positionierungen werden im Aufbauseminar stärker rhetorische, kommunikative Techniken vermittelt und geübt. Ziel ist es einige Strategien wirkungsvoll umsetzen zu können. Es wird mit Feedback zu Inhalten, Körpersprache sowie Rhetorik gearbeitet. Anmeldefrist: 15.04.2021.

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29.04. | Schindlers Liste: Erika Rosenberg zur Geschichte hinter dem Filmklassiker | Online

Hinter dem preisgekrönten Steven Spielberg Film „Schindlers Liste“ verbirgt sich die wahre Geschichte der zivilcouragierten, mutigen Rettung von ca. 1.200 Jüdinnen und Juden durch Emilie und Oskar Schindler. Der Aktion Zivilcourage e.V. lädt ein zu einem Online-Zeitzeuginnengespräch mit Prof. Erika Rosenberg, einer Freundin von Emilie Schindler. Rosenberg klärt am 29.04. um 19:00 Uhr per Zoom über die Geschichte der Schindlers auf und unterscheidet zwischen Wahrheit und Fiktion im Film.

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02.05. | Gedenkfahrt für die Opfer der Todesmärsche 1945 | Borsdorf, Gerichshain, Machern, Bennewitz, Wurzen

Mit dem jährlich stattfindenden Gedenktag soll an tausende Häftlinge erinnert werden, die von SS und Gestapo in den letzten Kriegstagen aus Leipziger und umliegenden Zwangsarbeits- und Konzentrationslagern auf lange, oft ziellose Märsche, auch durch das Muldental, gehetzt wurden. Viele überlebten die Qualen nicht, starben vor Hunger und Durst, an völliger Entkräftung und durch die Schüsse der SS-Wachen. Beginnen wird die Fahrt am Heimatmuseum in Borsdorf und über Gerichshain, Machern, Bennewitz zum Wurzener Friedhof führen. Dort wird es die Möglichkeit geben, Blumen und Gebinde an den beiden Gräbern von Zwangsarbeitern und auf den Todesmärschen umgekommenen Häftlingen niederzulegen.

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04.05.-07.05. | „Ökologisch. Demokratisch. Engagiert.“ – Deutsch-Französisches Kooperationsseminar gegen Rechtsextremismus | Online

Vom 04.-07. Mai 2021 wird der Erich-Zeigner-Haus e.V. in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Ökologische Freiwilligendienste (FÖF e.V.) und dem Büro für Hochschulkooperation der französischen Botschaft an einem zweisprachigen Seminar mitwirken, welches sich schwerpunktmäßig mit „Rechtsextremismus in Frankreich und Deutschland“ befassen soll. Bundesweite Referent:innen werden in diesem Zuge unterschiedliche Themen der politischen Bildung behandeln – so wird neben der Rhetorik von Rechtsextremist:innen und dem rechtsextremistischen Frauenbild auch die politische Dimension von Erinnerungskultur und ihre transnationale Perspektive thematisiert.

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04.05. | Rechte Ideologien als Lifestyle-Produkt: der Erfolg von Influencer*innen auf Instagram & Co | Online

Unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit wächst in den sozialen Medien eine erfolgreiche Szene von Influencer*innen der „Neuen Rechten“ heran. Auf verschiedenen Kanälen und durch eigene Werbevideos verbreiten sie eine Weltsicht, die auf Rassismus, Ungleichwertigkeit und Demokratiefeindschaft beruht. Anhand von Beispielen möchten wir diese Strategie und die dahinerstehende Ideologie aufzeigen, die Ästhetik und Codes kennenlernen, um auch im digitalen Raum Handlungsstrategien zu entwickeln, Debatten anzustoßen und gegen menschenverachtende Ansichten vorzugehen.

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05.05. | „Heute glaubt niemand mehr, was wir so jung erlebt und gelitten haben…“ – Zwangsarbeit im Nationalsozialismus – Herausforderungen für die historische Bildung| Online

Die Teilnehmer_innen der zweiteiligen Fortbildung erhalten Einblicke in derzeitige Forschungserkenntnisse zu Zwangsarbeit während der NS-Zeit, in lokalgeschichtliche Auseinandersetzungen mit der Thematik und lernen methodische Impulse für die Vermittlung der Thematik für pädagogische Kontexte kennen. Ein Schwerpunkt in der Fortbildung liegt dabei auf den Einsatz tschechischer Zwangsarbeiter_innen während der NS-Zeit in Sachsen. In Workshops werden Archivdokumente und Zeitzeugeninterviews für den digitalen und analogen Einsatz in der Arbeit mit Jugendlichen diskutiert und ausprobiert. Anmeldeschluss: 30. April 2021.

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10.05. | Facetten politischen Widerstandes gestern und heute. Ein Online-Studientag zum 100. Geburtstag Sophie Scholls | Online

Am 9. Mai 2021 wäre Sophie Scholl 100 Jahre alt geworden. Ihr Name und ihr Beitrag in der Weißen Rose stehen für den unerschütterlichen Glauben an Menschlichkeit, Zivilcourage und Widerstand gegen die menschenverachtende nationalsozialistische Diktatur. Ihre Überzeugung mussten Sophie Scholl und ihre Mitstreiter mit dem Leben bezahlen. Ausgehend von der Weißen Rose und kirchlichem Widerstand im Dritten Reich und in der DDR befasst sich der Studientag mit politischem Widerstand als Gegenstand in der Bildung sowie aktuellen Phänomenen von Widerstand im östlichen Europa.

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